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Auf den Hund gekommen – Eilrechtsschutz gegen den Hund im Büro

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Das Amtsgericht München hat bereits mit Beschluss vom 20.10.2017 (Az. 182 C 20688/17) einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz gegen einen von der Geschäftspartnerin in das Büro mitgebrachten Hund zurückgewiesen.

Der Hund im Büro

Der Antragsteller und die Antragsgegnerin betreiben gemeinsam ein Büro für Dienstleistungen.

Im September 2017 schaffte sich die Antragsgegnerin einen Rauhaardackel an und brachte diesen fortan täglich mit ins Büro, ohne vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. Zwar halte sich der Hund überwiegend im Büroraum der Antragsgegnerin auf, er folge dieser aber in Gemeinschaftsräume wie den Empfang, das Kopierzimmer und die Küche oder werde von ihr dorthin getragen.

Rufbeeinträchtigung und Allergiegefahr

Der Antragsteller begründete seinen Antrag mit einer Rufbeeinträchtigung der Firma und der bestehenden Allergiegefahr. Der Antragsteller brachte vor, dass der mitunter bellende Hund die Außenwirkung der Firma beeinträchtigen würde. Probleme würden vor allem dann entstehen, wenn Kunden Kleinkinder oder eigene Hunde mit in die Büroräume brächten. Zudem bestehe immer auch die Gefahr, dass einige Menschen auf den Hund hochallergisch reagierten.

Die Antragsgegnerin wies hingegen auf die produktivitäts- und gesundheitsfördernde Wirkung des Hundes für alle Mitarbeiter hin.

Fehlende Dringlichkeit

Das Amtsgericht München wies den Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz jedoch zurück. Es sah die erforderliche Dringlichkeit im Sinne einer objektiv begründeten Besorgnis, dass dem Antragsteller wesentliche Nachteile drohen würden, als nicht gegeben an.

Zum einen sei nicht ersichtlich, dass der gute Ruf der Firma einen irreparablen Schaden dadurch erleiden würde, dass die Antragsgegnerin ihren Dackel mit in die Arbeit bringt und es hierdurch zu konkreten Nachteilen wie etwa Umsatzeinbußen, Beschwerden oder gar allergischen Reaktionen gekommen wäre. Zum anderen rechtfertige die Antragsbegründung auch nicht, weshalb vorliegend nicht eine Entscheidung in der Hauptsache abgewartet werden könnte.


Rechtstipp vom 14.03.2018
aus der Themenwelt Bürohund und den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Recht rund ums Tier

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