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Autokartell: Schadensersatz für Aktionäre

Rechtstipp vom 25.07.2017
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Rechtstipp vom 25.07.2017
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Das Autokartell macht weiter Schlagzeilen. Unterdessen können Aktionäre der Autohersteller VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW möglicherweise Schadensersatz verlangen oder sogar den Aktienkauf ganz rückabwickeln. Die Nachricht von der Selbstanzeige von Daimler und VW hat die Aktienkurse stark fallen lassen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass die Unternehmen über kursrelevante Tatsachen nicht oder zu spät informierten, haben Aktieninhaber unter Umständen Anspruch auf Ersatz ihres Schadens.

BaFin prüft Verstoß

Das Gesetz schreibt vor, dass Herausgeber von Aktien Insiderinformationen, die sie selbst unmittelbar betreffen, unverzüglich veröffentlichen müssen – per Ad-Hoc-Meldung. Tun sie dies nicht oder zu spät, müssen sie den Aktionären nach § 37 b WpHG Schadensersatz leisten. Anleger von VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW, die vor Bekanntwerden des Autokartells Aktien gekauft haben, dürften zu viel gezahlt haben. Nun trifft sie der Wertverlust der Aktien. Die BaFin prüft laut Zeitungsberichten bereits einen möglichen Verstoß gegen die gesetzlichen Informationspflichten. Die Parallele zum VW-Dieselskandal drängt sich auf. Auch hier ist das Unternehmen vermutlich viel zu spät den gesetzlichen Informationspflichten nachgekommen. 

BGH: Rückabwicklung des Kaufs möglich

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 13. Dezember 2011 (IX ZR 51/10) bereits entschieden, dass Aktionäre in solchen Fällen die vollständige Rückabwicklung des Kaufs verlangen können. Alternativ kann auch der sogenannte Kursdifferenzschaden geltend gemacht werden. Das ist, einfach ausgedrückt, die Differenz, um welche die Aktie zu teuer gekauft wurde.

Anleger sollten Ansprüche prüfen lassen

Anleger, die Aktien von VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW gekauft haben, sollten anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen, um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen. Die Kanzlei KMP3G Klamert + Partner, München, hat jahrzehntelange Erfahrung im Kapitalanlagerecht. Rechtsanwalt Johannes Goetz berät und vertritt bereits eine Vielzahl von Aktionären, die aufgrund verspäteter oder unterbliebener Ad-Hoc-Meldungen Schaden erlitten haben. Die kostenlose Erstberatung von geschädigten Anlegern ist dabei selbstverständlich. 


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