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AWD Allgemeiner Wirtschaftsdienst (Anmerkungen zum Dreiländerfonds, zur Verjährung etc.)

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Der AWD stand zuletzt wieder in den Schlagzeilen und im Fernsehen -NDR u.a.. Für Anleger, die in geschlossene Fonds vor dem 1.1.2002 investiert haben tritt Verjährung zum 31.12.2011 ein. Hier hat der Anleger kaum noch Zeit länger zu warten. Falls er Anhaltspunkte für Pflichtverletzungen sieht und seine Ansprüche nicht verlieren will sollte er seine Angelegenheit von einem Rechtsanwalt überprüfen lassen.

Unabhängig von den oben genannten „Altfällen" verjähren die Ansprüche maximal nach 10 Jahren, beginnend ab der fehlerhaften Aufklärung und/oder Beratung. Sobald der Anleger Umstände kennt und deshalb für ihn auch die Anspruchsgegner und die möglichen Anspruchsgründe klar sind oder klar sein müssten beginnt ab diesem Zeitpunkt eine dreijährige Regel-Verjährung. Schon vor diesem Hintergrund sollte der Kapitalanleger die Sache spätestens dann prüfen lassen, wenn für ihn erste Anzeichen einer Falschberatung auftreten.

Der Zahlung von Provisionen von 15 % und mehr ohne Aufklärung über den Erhalt der Provisionen bei geschlossenen Fonds ist ein Punkt, der zu einem Schadensersatzanspruch führen kann. Bei einer Prüfung müssen/sollten immer alle Aufklärungs- und Beratungspflichten überprüft werden. Dies einfach deshalb, da in der Praxis die Frage des Beweises der Pflichtverletzungen, der Verjährung usf. oftmals nicht so einfach zu beantworten ist wie die Darstellung einer theoretisch bestehenden Aufklärungspflicht. Maßgebend ist der Einzelfall, mit den Anlagezielen, der stattgefundenen Beratung, der vorliegenden Beweise etc.

Bei dem Vertrieb der Dreiländerfonds über den AWD wurden die Anteile nicht selten auch noch mittels eines Darlehens fremdfinanziert. Die Kapitalanlage sollte teils auch gemäß den Anlagezielen des Anlegers der Altersvorsorge dienen. Dies sind weitere erhebliche Risiken, die bei einer entsprechenden Falschberatung, zu Schadensersatzansprüchen führen können.

Bezüglich der erhaltenen Provisionen, die mehr als 15 % betragen sollen, kann und sollte der Anleger sofort entweder selbst Auskunft anfordern und hierfür eine kurze Frist setzen oder die Angelegenheit gleich einem versierten Rechtsanwalt übergeben.

Bei einer Auswertung werden alle Aufklärungs- und Beratungspflichten überprüft. Hierzu sind möglichst alle oder viele Dokumente zur Beratungssituation etc. vorzulegen und zusätzlich weitere Angaben notwendig.

Rechtsanwalt Peter Ganz-Kolb

Rechtsanwalt Ganz-Kolb ist Inhaber der Kanzlei Ganz-Kolb

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Telefon: 0621 1 666 822

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E-Mail: info@ganz-kolb.de

Schwerpunktmäßig ist RA Ganz-Kolb auf dem Gebiet des Kapitalanlagerechts, des Bankrechts und des Anlegerschutzes tätig. Durch fachspezifische Tätigkeiten bei Banken etc. (z. B. 7-jährige Tätigkeit bei einem großen Discount-Broker/Wertpapierbank) sind umfangreiche und praktische Produktkenntnisse und Kenntnisse der Vertriebsabläufe vorhanden. Dies beginnt bei einer atypisch stillen Beteiligung und endet bei den Zertifikaten.


Rechtstipp vom 13.10.2011
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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