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Axa kündigt tausende von Unfallversicherungen

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Der Versicherer Axa hat sich mit Unfallversicherungen übernommen und kann in tausenden Fällen abgeschlossene Verträge nicht einhalten.

Bislang hat die Axa bereits 17.500 Verträge gekündigt. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass man das „Leistungsversprechen in diesem Tarif nicht mehr aufrechterhalten“ könne.

Die Unfall-Kombirente sollte zwischen 2006 und 2010 diejenigen absichern, die z. B. wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen konnten. Diese Lösung bot zwar nicht den gleichen Schutz wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung, psychische Erkrankungen z. B. sind in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen ausdrücklich ausgeschlossen. Das Leistungsversprechen klang gut: Wenn ein Unfall zur Invalidität führt, soll je nach Beitragshöhe eine lebenslange Rente in Höhe von 500 bis zu 3.000 Euro ausgezahlt werden.

Nun hat die Axa begonnen, alle laufenden Verträge der Unfall-Kombirente zu kündigen, weil das Geld fehlt. Die Schuld dafür wird wieder einmal den steigenden Gesundheitskosten und der immer noch andauernden Niedrigzinsphase zugesprochen.

Die alternativ angebotene Absicherung der Axa ist deutlich teurer als die alte Kombirente und die Rente wird lediglich bis zum 67. Lebensjahr gezahlt.

In rechtlicher Hinsicht gibt es mehrere Möglichkeiten, sich entweder gegen die Kündigung zu wehren oder sich zumindest einen Teil des einbezahlten Geldes zurückzuholen.

Die Kanzlei Dawood Rechtsanwälte prüft gerne für Sie, ob es Möglichkeiten gibt, sich gegen die Kündigung zu wehren. Besonders in einem Fall, in dem kurz nach der Kündigung ein Unfall oder eine schwere Krankheit eintritt, müsste geprüft werden, ob gegenüber der Axa nicht Schadensersatzansprüche bestehen.

Darüber hinaus prüfen wir, ob es unrechtmäßige Beitragserhöhungen gab, die zurückgefordert werden können und ob wir möglicherweise auch im Wege eines Widerrufs Ihnen ein Teil Ihres Geldes zurückholen können.


Rechtstipp vom 18.06.2018
aus der Themenwelt Versicherungsvertrag und dem Rechtsgebiet Versicherungsrecht

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