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Banco Espirito Santo. Top-Manager Salogado in Untersuchungshaft

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Hamburg/Lissabon, 14.10.2014. Die Überforderung der portugiesischen Bank Espirito Santo (BES) zieht Kreise. Nachdem die Gründer im Verdacht standen, Geschäftspartner wissentlich geschädigt zu haben, ist jetzt der ehemalige BES-Manager Ricardo Salgado von der portugiesischen Strafverfolgungsbehörde in Untersuchungshaft genommen worden.

Ad persona Ricardo Salgado

Der Urenkel des BES Gründers Jose Maria do Espirito Santo Silva wird verdächtigt, Gelder gewaschen und Steuern hinterzogen zu haben. 1986 gründete er die Banco Internacional de Crédito, obwohl die Verfassung der Republik Portugal noch keine Reprivatisierungen vorsah. Später wurde diese Bank von der Banco Espírito Santo übernommen. Nach der Reprivatisierung 1991 übernahm Ricardo Salgado die Exekutivpräsidentschaft der Banco Espírito Santo. Er förderte den Marktanteil des Kreditinstituts. Es stieg von 8 % auf 20 %; die BES wurde internationalisiert. 2002 wurde er in den Aufsichtsrat der Euronext NV (Amsterdam) berufen, wo er 2006 an der Fusion der Euronext mit der New York Stock Exchange (NYSE) mitwirkte; bis 2011 war Salgode nicht-exekutives Ratsmitglied der New Yort tock Exchange. Von 2003 bis 2012 war er nicht-exekutiver Vorstand der Banco Bradesco (Brasilien).

Er wurde Präsident der Exekutivkommission und Vizepräsident des Vorstands der Banco Espírito Santo, daneben Mitglied des Obersten Rates des Espírito-Santo-Konzerns. Gleichzeitig übt er die Funktion des Vorstandsvorsitzenden der Espírito Santo Financial Group (mit Sitz in Luxemburg) sowie der Banco Espírito Santo de Investimento (BESI) aus. Außerdem gehört er den Vorständen der Espírito Santo Bank of Florida (USA), der E.S. International Holding (Luxemburg), der Espírito Santo Resources (Bahamas), der Banque Privée Espírito Santo (Schweiz) und der Banque Espírito Santo et de la Vénétie (Frankreich) an. Ricardo Salgado war der Mentor der Internationalisierung der BES, indem er auf das strategische Dreieck Afrika, Brasilien und Spanien setzte. Das Geschäft ist für die BES bedeutend; der internationale Bereich der Bank bringt die Hälfte des Gewinns. 2012 war die von Ricardo Salgado geleitete Bank die einzige der drei großen Privatbanken Portugals, die ihr Kapital erhöhte und sich dabei nur auf ihre Aktionäre und den Kapitalmarkt stützte, nicht aber auf das Geld der Steuerzahler. Im Januar 2013 war die BES die einzige Bank Portugals, die Operationen durchführte mit dem Ziel, Portugal nach der Intervention der Troika wieder an die Märkte heranzuführen. (Quelle: Alles http://de.wikipedia.org/wiki/Ricardo_Salgado).

Haftung der Unternehmensverantwortlichen

Das Strafverfahren hat für betroffene Banco Espirito Santo Kunden nach der Einschätzung des Gröpper Köpke Rechtsanwalt Dirk-Andreas Hengst erhebliche Bedeutung: „Wenn sich der Tatverdacht bestätigt, können BES-Aktionäre Schadensersatzansprüche aus den Pflichtverletzungen der Unternehmensverantwortlichen geltend machen.“

20 Tage nach der Anklageerhebung/strenge Frist für Geschädigte

Die portugiesische Gröpper Köpke Rechtsanwältin Catia das Neves Sequeira ergänzt: „Wir haben auch die portugiesische Rechtslage geprüft. Betroffene BES-Anleger können sich nach dem portugiesischen Recht unter bestimmten Voraussetzungen durch einen Adhäsionsantrag in ein Strafverfahren einklinken. Und wir sind der Meinung, dass das dringend geboten ist. Die Aktionäre bekommen über einen begründeten Adhäsionsantrag Akteneinsicht und können auf den Prozess Einfluss nehmen. Unabhängig davon müssen die Anleger nach dem portugiesischen Recht 20 Tage nach der Anklageerhebung ihre Schadensersatzforderungen geltend machen. Sonst könnte das einen erheblichen Einfluss auf die Erfolgschancen eines Schadensersatzprozesse haben. Deshalb raten wir allen, sich schnellstmöglich daran zu beteiligen.“

Zu den Gröpper Köpke Anlegeranwälten

Die Hamburger Gröpper Köpke Rechtsanwälte arbeiten ausschließlich im Bank- und Kapitalmarktrecht und vertreten nur geschädigte Kapitalanleger. Die Rechtsanwälte werden von unabhängigen Marktbeobachtern zu den führenden deutschen Anlegeranwälten gezählt. Sie vertreten konsequent im In- und Ausland die Interessen Betroffener. Die geschäftsführende Rechtsanwältin Catia Sequeira ist Portugiesin, spricht fließend in Wort und Schrift portugiesisch und führt die Korrespondenz für die Banco-Espirito-Santo-Betroffenen mit der portugiesischen Staatsanwaltschaft.

Kontakt

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Dirk-Andreas Hengst, Frau Rechtsanwältin Catia das Neves Sequeira.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht

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