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Beachvolleyball mit schmerzhaften Folgen

Rechtstipp vom 04.11.2010
Rechtstipp vom 04.11.2010
Beachvolleyball mit schmerzhaften Folgen
Beachvolleyball: Der Reiseveranstalter muss für die Sicherheit des Spielfelds sorgen.

Im Urlaub macht Sport am Strand besonders Spaß, zum Beispiel Beachvolleyball. Das dachte sich auch ein Urlauber, der zusammen mit seiner Frau und seiner vierjährigen Tochter eine All-Inclusive-Pauschalreise nach Fuerteventura gebucht hatte. Am hoteleigenen Strand befand sich ein Beachvolleyballfeld, das von den Gästen rege genutzt wurde. Auch der Reisende wagte ein Match. Doch bei einem Hechtbagger stieß er sich böse an einer Felsplatte, die unter einer dünnen Sandschicht lag. Nachdem er wegen einer Rippen- und schweren Knieprellung den Urlaub vorzeitig beenden und sich einer OP unterziehen musste, verklagte er den Reiseveranstalter auf eine Reisepreisminderung, Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Das Landgericht Hannover gab der Klage des Reisenden teilweise statt. Die Richter bestätigten wegen des schlecht gesicherten Beachvolleyballfelds einen Anspruch auf Reisepreisminderung in Höhe von 10 Prozent des Reisepreises. Denn es hatte sich herausgestellt, dass das Spielfeld nicht den internationalen Sicherheitsvorschriften entsprach. Danach hätte das Feld mit einer mindestens 40 Zentimeter dicken Schicht Sand bedeckt sein müssen. Doch vor Ort war lediglich eine Schicht von 1 bis 2 Zentimetern vorhanden. Damit hat nach Ansicht des Gerichts der Reiseveranstalter seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. Es sprach dem Urlauber zudem einen Anspruch auf Schadensersatz und ein Schmerzensgeld in Höhe von 1000 Euro zu.

(Landgericht Hannover, Urteil v. 09.09.2010, Az.: 14 O 38/09)

(WEL)

Foto : ©iStockphoto.com


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Reiserecht

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