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Behandlungsfehler: Wie Sie ohne Rechtsschutzversicherung erfolgreich gegen Ärzte vorgehen

Rechtstipp vom 02.01.2019
(6)
Rechtstipp vom 02.01.2019
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Ärztliche Behandlungsfehler sind häufiger als man denkt. Aber keineswegs immer schicksalhaft. 

Wenn Sie vermuten, dass Sie oder Ihre Angehörigen Opfer eines ärztlichen Behandlungsfehlers geworden sind, sollten Sie dies unbedingt überprüfen lassen. 

Doch ohne medizinisches Gutachten eines Sachverständigen lässt sich kaum eine fundierte Einschätzung erlangen, was denn genau falsch gelaufen ist. Und Sie als Patient müssen dies aber in der Regel vor Gericht beweisen. 

Lohnt sich das Vorgehen überhaupt? Und wie kommen vermutete Behandlungsfehler ans Licht? Wie sind diese zu bewerten? Und hätte man vorher nicht über die Risiken des ärztlichen Eingriffs aufgeklärt werden müssen?

Rechtsschutzversicherte Patienten lassen sich in solchen Fällen von ihrem Versicherer eine Deckungszusage geben. Doch was tun, wenn zum Schadenzeitpunkt keine Rechtsschutzversicherung vorhanden war? Nachträglich kann man keine mehr abschließen, wenn der Schaden erst einmal eingetreten ist. 

Eine echte Alternative zum sofortigen gerichtlichen Vorgehen bieten die Schlichtungsstellen für Fragen ärztlicher Haftpflicht. Diese sind unabhängig und mit einem Juristen und zwei Ärzten besetzt. Sie bieten allen Patienten, die ein fehlerhaftes Vorgehen ihres Arztes vermuten, ein Verfahren zur Überprüfung der Behandlung und der erhobenen Vorwürfe an. Die Kommissionen sind bei den Landesärztekammern angesiedelt und untersuchen auf Antrag Ihren Behandlungsfall auf das Vorliegen von Behandlungsfehlern. Sie erhalten kostenlos ein fachärztliches Gutachten, welches Ihren Fall medizinisch unabhängig bewertet und eine Einschätzung der Kommission, ob dies ein grober ärztlicher Behandlungsfehler darstellt. Das Verfahren selbst ist für Patienten kostenfrei. Nur Anwaltskosten entstehen. Keine Verfahrenskosten. Es besteht auch kein Kostenrisiko, wenn das Gutachten keinen Fehler feststellen sollte. Und ein gerichtliches Vorgehen wird nicht ausgeschlossen. 

Zwar sind die Kommissionen keine Gerichte. Doch das Gutachten bietet eine hervorragende Ausgangsposition für Verhandlungen mit dem Haftpflichtversicherer der Ärzte, wenn darin ein grober Fehler festgestellt wird. Denn die Versicherer finanzieren das Verfahren vor den Gutachterkommissionen mit. Und Versicherer haben bei Vorliegen eines Fehlers ein Interesse daran, einen kostspieligen Prozess, den Sie aller Voraussicht nach verlieren würden, zu vermeiden. So kann man oftmals ohne einen langwierigen Prozess zu Schmerzensgeld und Schadenersatz kommen. 

Aber Achtung: Nur die Gutachten vor den Kommissionen werden von den Versicherern als Grundlage von Vergleichsverhandlungen und außergerichtlicher Schadenregulierung akzeptiert. Gutachten, welches der medizinische Dienst der Krankenkassen in deren Auftrag erstellt, werden nicht anerkannt. Denn diese sind oft von zweifelhafter Qualität. 

Manchmal stellen sich auch die Haftpflichtversicherer quer. Dann ist doch eine Klage vor einem Zivilgericht nötig. Das vorhandene Gutachten der Kommissionen, welches einen groben Fehler des Arztes attestiert, ist dazu eine sehr gute Basis. Prozessrisiken können so viel besser eingeschätzt werden. Die Aussicht, einen Prozess gegen einen Arzt zu gewinnen, ist bei Vorliegen eines Gutachtens der Kommissionen wesentlich höher. 

Mein Name ist Matthias Klein. Ich bin Rechtsanwalt sowie Fachanwalt für Medizin- und Strafrecht. Einer meiner Schwerpunkte sind das Arzthaftungsrecht und das Medizinstrafrecht. Ich leite für Sie bundesweit Verfahren vor Kommissionen für Fragen ärztlicher Haftpflicht professionell ein und begleite Sie bis zum Vorliegen eines Ergebnisses zu einem fairen Pauschalpreis. 

Ihren Behandlungsfall bereite ich so professionell auf, dass die Kommissionen sofort in der Lage sind, ein Gutachten zu erstellen. Durch das Formulieren individueller Fragen und das Aufstellen von Thesen, welche Fehler dem Arzt in Ihrem Fall nach der Rechtsprechung nicht hätten unterlaufen dürfen, erhalten Sie zugleich eine fundierte medizinrechtliche Einschätzung Ihres Falles. 

Gehen Sie nicht ohne Vertretung durch einen erfahrenen Anwalt in ein solches Verfahren. Mit professioneller Vertretung haben Sie einen Fürsprecher an Ihrer Seite, der ausschließlich Ihre Interessen vertritt. Gerade dann, wenn ein grober Behandlungsfehler vorliegt (z. B. häufig bei Medizinschäden im Rahmen einer Geburt oder einem operativen Eingriff) kann der Patient ohne fachanwaltliche Hilfe kaum ermitteln, in welcher Höhe ein Schmerzensgeld zu zahlen ist und welche Schadenspositionen vom Versicherer des Arztes erstattet werden müssen. Die Erfahrung lehrt, dass die Angebote, welche seitens der Versicherer unterbreitet werden, oft unzureichend sind. Aus jahrelanger Tätigkeit für Berufshaftpflichtversicherer für Ärzte und Kliniken weiß ich sehr genau, worauf es bei Verhandlungen ankommt. Ich lege den Finger in die Wunde und sorge dafür, dass Ihr Fall zügig reguliert wird.


Rechtstipp aus der Themenwelt Behandlung und Kunstfehler und den Rechtsgebieten Arzthaftungsrecht, Medizinrecht

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