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Behandlungsfehler

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Perinaler Abszess nicht rechtzeitig erkannt/behandelt: Entschädigungssumme EUR 125.000,00

Der Mandant stellte sich, nach entsprechender urologischer Überweisung, mit rektalen Schmerzen bei einem Facharzt für Innere Medizin vor. Dort wurde der vorhandene Abszess nicht ordnungsgemäß erkannt, es wurde zunächst nur mit Antibiotika behandelt. Die notwendige chirurgische Behandlung konnte deshalb erst verspätet erfolgen. Es waren mehrere Nachoperationen notwendig. Der Mandant musste seine berufliche Tätigkeit aufgeben/ändern. Es ergaben sich Spätfolgen/Dauerschäden.

Das Verfahren konnte durch außergerichtlichen Vergleich mit der Haftpflichtversicherung erledigt werden.

Hodentorsion wurde nicht erkannt: Entschädigungssumme EUR 30.000,00

Bei dem 16 Jahre alten Mandanten traten nachts plötzlich starke Schmerzen in der Leiste und im Bereich der Hoden auf. Er suchte deshalb direkt in der Nacht ein Krankenhaus auf. Die Ärzte des Krankenhauses stellten die Diagnose einer Verstopfung. Als Behandlung sollte der Mandant einen Einlauf durchführen. Weitere Untersuchungen/Behandlungen erfolgten nicht.

Da sich die Schmerzen nicht besserten, suchte der Mandant dann am Vormittag des gleichen Tages ein anderes Krankenhaus auf. Dort wurde festgestellt, dass eine Hodentorsion vorlag. Da seit der Erstuntersuchung jedoch ein zu langer Zeitraum vergangen war, musste ein Hoden operativ entfernt werden.

Eine außergerichtliche Regulierung mit der Haftpflichtversicherung des Krankenhauses war zunächst nicht möglich. Erst nach Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens und Vorlage des entsprechenden Sachverständigengutachtens konnte ein Vergleich erreicht werden.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Arzthaftungsrecht, Medizinrecht

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