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Berliner Testament

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Das Berliner Testament mit Schutzfunktion

Für eine klare Struktur sorgt nach dem Ableben das Berliner Testament. Denn 70 % der Deutschen haben kein Testament. Es liegt wohl an der Angst vor den Kosten des Notars, die anhand des Vermögens berechnet werden.

Es reicht jedoch auch ein Blatt Papier, um die Erbwünsche leserlich mit Ort, Datum und Unterschrift niederzuschreiben. Vorschläge gibt es hierfür im Internet, die per Hand abgeschrieben werden müssen. Damit könnten größte Komplikationen für die Familie ausgeschlossen werden.

Was ist ein Berliner Testament?

Das Berliner Testament kann vor erbrechtlichen Auseinandersetzungen schützen. Das Partnertestament (das sogenannte Berliner Testament) sorgt dafür, dass der Ehepartner als Alleinerbe eintritt und Kinder oder Verwandte erst nach Ableben des verbliebenen Elternteils am Vermögen beteiligt werden. Somit bleiben Haus und Hof im Besitz des Ehepartners. Liegen schlechte finanzielle Verhältnisse vor, müssten zum Beispiel Immobilien verkauft werden, um alle Erben auszuzahlen. Mit einem Berliner Testament ist das Dach über dem Kopf des Ehepartners gesichert. Natürlich könnte auch der Fall eintreten, dass direkte Erbnachfolger auf ihren Pflichtanteil bestehen. Allerdings kann dann im Todesfall des zweiten Elternteils ebenso nur der Pflichtanteil in Anspruch genommen werden. Unbedingt zu beachten ist, dass bei einem Berliner Testament die Gefahr besteht, dass nachträgliche Änderungen nicht mehr möglich sind, ohne den Lebenspartner einzubinden. Außer es ist ausdrücklich vermerkt!

Aufbewahrung eines Testamentes

Ein Testament sollte für die Nachkommen ordentlich und auffindbar aufbewahrt werden. Das zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer oder die Deutsche Vorsorgebank AG bieten mit ihrer Cloud-Lösung einen Ort für jegliche wichtigen Dokumente.

Für einmalig 40 Euro sind alle Dokumente (Berliner Testament, das handgeschriebene oder die Patientenverfügung) sicher und zugänglich aufbewahrt. Mit einer Identitätsnummer können dann Angehörige oder auch Ärzte schneller handeln.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Erbrecht

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