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Betrugsfall Ulrich Engler: Hauptvermittler legen Revision ein

Rechtstipp vom 05.03.2014
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Rechtstipp vom 05.03.2014
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Drei der vier Hauptvermittler der zu dreieinviertel bis fünfeinhalb Jahre Haft verurteilten Beschuldigten im Betrugsfall um den Anlagebetrüger Ulrich „Richie" Engler haben eine Woche nach der Urteilsverkündung Revision eingelegt, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) meldet. Das Verfahren gegen ein viertes Mitglied der sogenannten „famous four" war aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig von der Verhandlung abgetrennt worden. Der Karlsruher Bundesgerichtshof (BGH) muss nun über die Revision entscheiden.

Die inzwischen 54 und 71 Jahre alten Verurteilten hatten sich stets als Opfer Englers dargestellt, die Wirtschaftsstrafkammer des Mannheimer Landgerichts unter Leitung des Vorsitzenden Richters Andreas Lindenthal hatte ihnen dies jedoch nicht abgenommen und sah die Betrugsvorwürfe als erwiesen an. Mit den Urteilen war die Kammer sogar leicht über die durch die Staatsanwaltschaft beantragten Strafen hinausgegangen, strafverschärfend hätten die Uneinsichtigkeit und fehlende Reue der Angeklagten bis zum Schluss des Prozesses berücksichtigt werden müssen.

Der mitunter als „dreistester Dieb" Deutschlands titulierte Engler hatte im vergangenen Jahrzehnt mit beträchtlicher Geschwindigkeit rund eine halbe Milliarde Dollar bei gutgläubigen Anlegern in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesammelt. Ein substantieller Teil der über das gewaltige Schneeballsystem akquirierten Gelder war in Englers Luxusleben geflossen, mit protzigen Autos, Uhren, Partys und Goldbarren unter anderem auch für seine Vermittler.

Geschädigte, die bislang untätig geblieben sind, sollten umgehend mit entsprechend erfahrener rechtlicher Vertretung alle möglichen Maßnahmen zur Absicherung bestehender Ansprüche unternehmen. Bei einer - aus Prozessbeobachtersicht jedenfalls wahrscheinlichen - Bestätigung der Urteile vor dem BGH bestehen sicherlich beste Erfolgsaussichten im Hinblick auf Rückgriff auch in das Privatvermögen der Mitverurteilten hinein. Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath führt ständig hunderte von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten, insbesondere im Hinblick auf nachdrückliche Durchsetzung bestehender Forderungen besteht hier ausgewiesene Expertise. Gerne dürfen Sie sich an uns wenden, Ansprechpartner auch für unverbindliche kurze telefonische Klärung ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Strafrecht

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