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Bloß raus aus den Schulden – Privatinsolvenz

Rechtstipp vom 27.01.2017
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Rechtstipp vom 27.01.2017
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Wer maßlos überschuldet ist und keinen anderen Weg mehr sieht, der befasst sich zwangsläufig irgendwann mit der Privatinsolvenz. Denn nur in einem sogenannten Verbraucherinsolvenzverfahren ist es möglich, das Leben wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen. An die Teilnahme an einem derart befreienden Verfahren sind aber hohe Anforderungen gestellt und viele Betroffene sind schlecht über ihre Möglichkeiten informiert oder haben völlig überzogene Traum-Vorstellungen von einem Leben in der Entschuldungsphase.

Bevor eine Privatinsolvenz eröffnet wird, müssen wirklich alle anderen Möglichkeiten der Schuldentilgung genutzt worden sein. Hier verlangt der Gesetzgeber zusätzlich zum eigenen Engagement auch noch die Unterstützung durch Insolvenzberatungsstellen oder dazu ebenfalls qualifizierte Rechtsanwälte. Erst wenn diese Hilfe nicht fruchtet, dann ist der Weg in die Insolvenz frei und der Antrag kann gestellt werden. Zu liefern sind eine Bescheinigung über den gescheiterten Einigungsversuch, eine Vermögensaufstellung, Einkommensnachweise und ein sogenannter Schuldenbereinigungsplan, der darüber Auskunft gibt, wie der Schuldner sich den weiteren Schuldenabbau vorstellt.

Rechtsanwalt Joachim-Cäsar Preller: „Die Insolvenz greift erst, wenn alle Unterlagen vorliegen, geprüft wurden und in Ordnung sind. Erst dann werden Forderungen nicht mehr an den Schuldner gerichtet und nach Ablauf der Zeit kann dem Antrag auf Restschuldbefreiung entsprochen werden!“

Unter dem Strich bedeutet das, dass Schuldner auch in der Insolvenz aktiv an der Schuldentilgung mitarbeiten müssen, z. B. durch Engagement bei der Arbeitsplatzsuche und durch Abtretung von Gehaltsanteilen an den Insolvenzverwalter.

Innerhalb der zwangsläufig zu bestehenden Wohlverhaltensphase, die bis zur endgültigen Erteilung der Restschuldbefreiung andauert, müssen in der Insolvenz befindliche Verbraucher jegliches pfändbare Einkommen zur Schuldentilgung abführen, können aber über die ihnen verbleibenden Finanzen frei verfügen. Cäsar-Preller: „Das bedeutet in den meisten Fällen die Rückkehr in ein normales – und nicht mehr von den Schulden bestimmtes – Leben, auch wenn der Verfügungsrahmen knapp bemessen ist. Mit dem unpfändbaren Resteinkommen gilt es gut hauszuhalten.“

Maximal 6 Jahre – auf Antrag weniger – dauert es dann bis zur endgültigen Restschuldbefreiung, die aber durchaus verweigert werden kann, wenn es innerhalb der Wohlverhaltensphase zu Verstößen gegen die Insolvenzauflagen kommt. Auch dann können Schuldner mit gültigem Titel Einkommen pfänden – aber dann endet es erst, wenn alle Schulden getilgt sind – und das bedeutet in der Realität oft: nicht mehr in diesem Leben.

Die Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller begleitet Sie durch die Privatinsolvenz – vereinbaren Sie unverbindlich einen Beratungstermin.

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller


aus dem Rechtsgebiet Zivilrecht

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