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BMF zum Verlustabzug in Erbfällen

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Mit Beschluss v. 17. 12. 2007 - GrS 2/04 hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, dass der Erbe einen vom Erblasser nicht ausgenutzten Verlustabzug gem. § 10d EStG nicht bei seiner eigenen Veranlagung zur Einkommensteuer geltend machen kann. Mit dieser Entscheidung wendet sich der Große Senat des BFH gegen die seit über 40 Jahren bestehende Rechtsprechung und Verwaltungspraxis, wonach ein solcher Verlustabzug bei der Einkommensermittlung des Erben berücksichtigt wurde. Der BFH will jedoch seine bisherige - mit dieser Entscheidung überholte - Rechtsprechung aus Vertrauensschutzgründen weiterhin auf jene Erbfälle anwenden, die bis zum Ablauf des Tages der Veröffentlichung des Beschlusses eingetreten sind. Der Beschluss wurde am 12. März 2008 auf der Internetseite des BFH veröffentlicht.

Nach dem BMF-Schreiben v. 24. 7. 2008 - IV C 4 - S 2225/07/0006 ist die bisherige Rechtsprechung - in Abweichung von der o. g. Entscheidung - weiterhin bis zum Ablauf des Tages der Veröffentlichung der Entscheidung im Bundessteuerblatt anzuwenden.


Rechtstipp vom 12.08.2008
aus den Rechtsgebieten Erbrecht, Steuerrecht

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