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Bulli: 192.000 T6 im Fokus der Abgasskandal-Detektive

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Eine klassische Kettenreaktion: Nachdem im Dezember 2017 für den VW Bulli ein Auslieferungs- und Zulassungstop verfügt wurde, arbeitete die Technikabteilung der Wolfsburger mit Hochdruck an einer Lösung zur Absenkung der zu hohen NOx-Emissionen der Motoren mit PKW-Zulassung. Allerdings: Wer die NOx-Schraube herunterdreht, dreht dabei zwangsläufig das CO2-Ventil auf. 

Folge: Aktuell prüft das Kraftfahrtbundesamt den T6 – alle Modellvarianten – auf Einhaltung der CO2-Grenzwerte und hat dabei ein kritisches Auge auf insgesamt 192.000 seit 2015 mit dem EA288 ausgestatteten Modelle. Für Eigentümer des T6 mit M1-Zulassung besonders spannend: Vom CO2-Ausstoß hängt im deutschen Straßenverkehrswesen die Höhe der Kfz-Steuer ab. Betroffene Fahrzeugbesitzer müssen also nach entsprechenden Updates nicht nur mit Mehrverbrauch ihrer Motoren und höheren Wartungsaufwand rechnen, sondern auch eine Neueinteilung der Kfz-Steuer befürchten.

Volkswagen muss nun der Spagat gelingen, mit Software-Aktualisierungen die Einhaltung beider Emissionswerte zu gewährleisten und/oder seinen Kunden in Sachen Kompensation des Mehrverbrauchs und der höheren Steuern entgegenzukommen. Insider gehen davon aus, dass Rückrufe – auch bei den Bestandsfahrzeugen – unumgänglich sind. 

Bislang waren die zwischen September 2015 und Dezember 2017 produzierten Fahrzeuge von Rückrufen verschont geblieben. Der Kreis der bislang vermeintlich Betroffenen erweitert sich nun auch um die gewerblich genutzten Fahrzeuge, denn auch die N1-Zulassungen müssen beide Grenzwerte einhalten.

Dr. Hartung, Kooperationsanwalt der IG Dieselskandal: „Der T6 ist und bleibt eine tickende Zeitbombe und es war seit dem Auslieferungsstopp zu erwarten, dass da noch etwas kommt!“ Aus Sicht der Herausgebers von pkw-rueckgabe.de ist der Eimer nun voll: „Ich rate T6-Besitzern, sich über Ihre Rückgabemöglichkeiten zu informieren.“ Das bislang sehr wertstabile Modell wird seiner Hochpreisigkeit nicht mehr gerecht werden, wenn die Marke „Bulli“ nicht bald aus den negativen Schlagzeilen herauskommt.

Die Untersuchungen des KBA laufen noch.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Kaufrecht, Verkehrsrecht

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