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BWF-Anlage – Vermittler bzw. Berater kann haften

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Von der „Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung“ bzw. „BWF-Stiftung“ oder auch „Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V.“ wurde in den vergangenen Jahren Anlegern der Erwerb von Gold in physischer Form angeboten. Letztlich stellte sich aber heraus, dass das Gold zu einem erheblichen Teil gar nicht existent war, weshalb sich die Verantwortlichen bereits seit einiger Zeit vor Gericht verantworten müssen. Zudem lag keine Genehmigung der BaFin vor, obwohl eine solche aufgrund des Betreibens eines Einlagegeschäfts erforderlich gewesen wäre.

Den Anlegern droht daher der Totalverlust der angelegten Gelder. Hoffnung machen den geschädigten Anlegern nun aber Urteile, in denen die Vermittler bzw. Berater der Anlage dazu verurteilt wurden, den Schaden zu ersetzen. Mehrere Landgerichte haben mittlerweile entschieden, dass die Anlageberater unter anderem ihre Pflicht zur Prüfung der Plausibilität der Anlage verletzt haben, was im Ergebnis zu einem Schadenersatzanspruch führt.

Hätten die Berater diese Pflicht nämlich erfüllt, hätte ihnen – nach Ansicht der Gerichte – auffallen müssen, dass ein hohes Risiko besteht, dass die Gesellschaft ihre Verpflichtungen aus den Verträgen gar nicht einhalten kann.

Zudem gibt es nach Ansicht von Rechtsanwalt Senn noch weitere Anhaltspunkte, die eine Pflichtverletzung der Berater belegen können, so auch die sehr hohen Provisionen und auch der genannte Verstoß gegen das KWG aufgrund der fehlenden Genehmigung.

Geschädigte Anleger sollten daher keinesfalls klein beigeben, sondern mögliche Ansprüche gegen ihren Vermittler unbedingt prüfen.

Es gibt verschiedene Anhaltspunkte, die ein erfolgreiches Vorgehen gegen den Berater möglich machen. Zudem besteht der Vorteil, dass die Berater oftmals über Haftpflichtversicherungen verfügen, die möglicherweise für den Schaden eintreten, mithin in der Regel solvente Schuldner vorhanden sind. Bei der Gesellschaft selbst dürfte nach Meinung von Rechtsanwalt Senn sicherlich nichts mehr zu holen sein.

Wenn Sie in die Anlage investiert haben, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Gerne prüfe ich die Möglichkeiten.

Rechtsanwalt Torsten Senn

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht


Rechtstipp vom 15.02.2017
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Zivilrecht

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