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BWF-Stiftung: BDT, TMS und EVVE stellen Insolvenzanträge - Möglichkeiten der Anleger

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Bei der BWF-Stiftung bewahrheitet sich offenbar das alte Sprichwort „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen des Verdachts auf Anlagebetrug. Offenbar sind große Teile des beschlagnahmten Goldes nicht echt.

Inzwischen nimmt der Fall der BWF-Stiftung immer größere Dimensionen an. Drei Organisationen, die zum Verbund der BWF-Stiftung gehören, haben inzwischen Insolvenzantrag gestellt. „Für die Anleger dürfte der Insolvenzantrag des Bund Deutscher Treuhandstiftungen am gravierendsten sein. Er ist der Trägerverein der unselbstständigen BWF-Stiftung und damit auch für die Vermögensverwaltung, sprich für das Geld der Anleger zuständig“, erklärt Rechtsanwältin Michaela Zinke, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Kassel. Ebenso stellten die TMS Dienstleistungs GmbH (TMS) und die Europäische Vereinigung vereidigter Edelmetallhändler e.V. (EVVE) Insolvenzantrag. Die TMS war im Wesentlichen für den Goldankauf und Goldverkauf sowie für die Verwaltung des Edelmetalls bei der BWF-Stiftung zuständig. Die EVVE hat selbst zwischen 2009 und 2012 Edelmetallprodukte vertrieben. Die vorläufigen Insolvenzverfahren wurden am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eröffnet.

Zur Erinnerung: Die BWF-Stiftung bot Anlegern an, sich an verschiedenen Gold-Anlageprodukten zu beteiligen und verpflichtete sich zum Ende der Laufzeit das Gold wieder zurückzukaufen. So sammelte die BWF-Stiftung rund 48 Millionen Euro bei ca. 6500 Anlegern ein. Allerdings hatte sie nicht die nötige Erlaubnis für dieses Einlagengeschäft an. Die Finanzaufsicht BaFin ordnete deshalb Ende Februar die unverzügliche Abwicklung und die Rückzahlung der Anlegergelder an. Bei einer Razzia am 25. Februar stellte die Staatsanwaltschaft Berlin zudem nach Medienberichten etwa vier Tonnen Gold sicher. Es besteht allerdings der Verdacht, dass große Teile dieses Golds nicht echt sind.

Für die Anleger bedeutet dies wiederum, dass wahrscheinlich nicht ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, um ihre Forderungen zu bedienen. Zudem hat der Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. inzwischen Insolvenzantrag gestellt. Sollte das reguläre Insolvenzverfahren eröffnet werden, müssen die Anleger, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. „Nach dem derzeitigen Kenntnisstand kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass ausreichen Insolvenzmasse vorhanden sein wird, um die Forderungen aller Anleger zu bedienen. Daher sollten die Anleger auch ihre Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen. Das kann ganz unabhängig vom Insolvenzverfahren geschehen“, sagt Rechtsanwältin Zinke.

Mehr Informationen: http://www.ra-zinke.eu/

Rechtsanwältin
Michaela Zinke


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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