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China: Vereinfachte Arbeitserlaubnis für ausländische Arbeitnehmer nach Shanghai

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Anfang November 2016 hat Shanghai seine erste einheitliche Arbeitserlaubnis für Ausländer ausgegeben. Damit startet China ein Pilotprojekt, welches das Verfahren zur Beantragung von Arbeitsgenehmigungen durch ausländische Arbeitnehmer vereinfachen soll. Das Verfahren zur Beantragung von Arbeitsgenehmigungen für ausländische Experten und Arbeitnehmer wird zudem vereinheitlicht.

Bislang konnten Ausländer in China zwei Arten von Arbeitsgenehmigungen beantragen: eine Beschäftigungsbewilligung für ausländische Arbeitnehmer (ausgestellt vom Ministry of Human Resources and Social Security) und eine Arbeitserlaubnis für hochqualifizierte ausländische Experten (ausgestellt von der State Administration of Foreign Experts Affairs, SAFEA). Mit der Einführung der Vereinheitlichung dieser beiden Verfahren in eine Arbeitsgenehmigung sorgt China für deutliche Erleichterungen ausländischer Arbeitnehmer und Experten bei der Antragstellung.

Im Rahmen des Antragsverfahrens erhält jeder Antragsteller eine unveränderliche, lebenslang gültige ID-Nummer. Zudem werden Arbeitnehmer in die Kategorien A, B und C unterteilt. Dabei steht A für Top-Talent, B für Fachkräfte und C sind schließlich Hilfsarbeiter oder Arbeitnehmer, die in der Dienstleistungsbranche arbeiten. Da die Spitzenkräfte der Kategorie A in China besonders gefragt sind, hat das Land angekündigt, für diese Zielgruppe spezielle Anreize zu setzen. Die Arbeitnehmer der Kategorie B und C müssen hingegen mit Limitierungen rechnen. Für die Beantragung der neuen Arbeitserlaubnis werden einige Antragsmaterialien nicht mehr erforderlich sein, dazu zählt beispielsweise der persönliche Lebenslauf.

Das Pilotprojekt deckt zwischen November 2016 und März 2017 zunächst die Regionen in Beijing, Tianjin, Hebei, Anhui, Shandong, Guangdong, Sichuan und Ningxia ab. Nach Beendigung des Pilotprojektes im April 2017 soll die neue Arbeitserlaubnis auf ausländische Arbeitnehmer im gesamten Land ausgeweitet werden.


Rechtstipp vom 06.09.2018
aus der Themenwelt Verwaltung und Behörde und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht | Chinesisches Recht

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