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Concept 1: Dringlichkeit des Handelns aufgrund der Arreste gegen den Inhaber der Firma etc.

Rechtstipp vom 11.09.2013
(26)
Rechtstipp vom 11.09.2013
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Die Staatsanwaltschaft hat Vermögenswerte des Inhabers der Firma sichergestellt. Der Inhaber der Firma befindet sich in Haft. Das Geschäftsmodell des Inhabers ist bekannt und der Anleger kennt natürlich dieses Geschäftsmodell. Die Vorwürfe gegen den Inhaber sind gleichfalls bekannt. Für den bei dieser Firma investierten Anleger stellt sich dringende Frage wie er mit den vorliegenden Informationen umgehen soll und was zu tun ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das eingesetzte Kapital möglichst in vollem Umfang wieder zurück zu bekommen, die möglichst alle geprüft werden sollten.

In der Zwangsvollstreckung gibt es den Grundsatz, der auch hier gilt „wer zuerst kommt mahlt zuerst". Dies besagt, wer einen vollstreckbaren Titel (z.B. ein vollstreckbares Urteil) hat und vollstreckt, ist gesichert. Wer nichts tut und keinen Titel hat und nicht vollstreckt, der erhält zumindest zwangsweise nichts. Dass die Staatsanwaltschaft Beschlagnahmungen bei Vermögenswerten durchführte, hat insoweit keine Relevanz. Weitere Sicherstellungen sind noch nicht veröffentlicht worden. Die gesicherten Vermögenswerte durch staatsanwaltschaftliche Arreste werden zu einem späteren Zeitpunkt an die Gläubiger ausbezahlt, die sich mit ihren Ansprüche durch gerichtliche Maßnahmen haben sichern lassen. Bei der Concept 1 liegt zumindest eine Unterkapitalisierung vor. Das heißt weiter, dass das noch vorhandene Kapital zunächst an die Gläubiger verteilt wird, die einen vollstreckbaren Titel haben und mit diesen Titeln sich bei den noch vorhandenen Vermögenswerten gesichert haben. Und hier kommt zuerst der zum Zuge, der sich früher seine Ansprüche hat sichern lassen. Umgekehrt bedeutet dies, dass derjenige der später aktiv wird das Nachsehen und weniger oder gar nichts erhält und natürlich auch, dass gerade keine quotale Verteilung je nach dem Wert des eingesetzten Kapitals stattfindet.

Als effektivste, schnellste und kostengünstigste Maßnahme kommt vor allem ein Antrag auf Erlass eines dinglichen Arrestes in Frage.

Der Unterzeichner hat für seine Mandantschaft dingliche Arreste auf schnellem Wege erwirkt. Wer zu lange wartet, muss damit rechnen, dass in Bezug zum vorhandenen Kapital mit jedem Tag des Zuwartens weniger erhalten wird und zumindest wenn er gar nichts unternimmt er auch aller Voraussicht nach auch gar nichts zurück erhalten wird. Die Angelegenheit stellt sich deshalb für jeden investierten Anleger als sehr eilbedürftig dar. Betroffene Anleger sollten aufgrund der Umstände umgehend anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen und demzufolge gerichtliche Maßnahmen einleiten bzw. beantragen.

Rechtsanwalt Peter Ganz-Kolb

Rechtsanwalt Ganz-Kolb ist Inhaber der Kanzlei Ganz-Kolb

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68165 Mannheim

Telefon: 0621 178 69 22

Fax: 0621 432 74 01

E-Mail: info@ganz-kolb.de

Schwerpunktmäßig ist RA Ganz-Kolb auf dem Gebiet des Kapitalanlagerechts, des Bankrechts und des Anlegerschutzes tätig. Durch fachspezifische Tätigkeiten bei Banken etc. (z. B. 7-jährige Tätigkeit bei einem großen Discount-Broker/Wertpapierbank) sind auch umfangreiche und praktische Produktkenntnisse, Kenntnisse der Vertriebsabläufe etc. vorhanden. Dies beginnt bei einer atypisch stillen Beteiligung und endet bei den Zertifikaten.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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