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Coronavirus – das müssen Sie als Reisender beachten

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Coronavirus – das müssen Sie als Reisender beachten
Aufgrund der Corona-Pandemie sind Reisende von erheblichen Einschränkungen betroffen.
  • Im Zuge der Corona-Pandemie haben zahlreiche Fluglinien ihren Flugverkehr eingestellt oder drastisch eingeschränkt.
  • Innerhalb Deutschlands ist das Reisen ebenso mit erheblichen Einschränkungen verbunden.
  • Reisende müssen mit Grenzkontrollen an den Grenzen zu Österreich, Frankreich, Dänemark, Luxemburg und der Schweiz rechnen.
  • Personen, die eine Pauschalreise gebucht haben und nun von einem Einreisestopp betroffen sind, können diese kostenlos stornieren.

Flug oder Fernbus gestrichen – was gilt?

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Zahlreiche internationale Fluglinien, wie unter anderem British Airways, Ryanair, Aer Lingus und Lufthansa, haben aufgrund der Ausbreitung der Corona-Epidemie entweder den Flugverkehr gänzlich eingestellt oder drastisch eingeschränkt.

Urlauber, die von Streichungen betroffen sind, erhalten gemäß der Fluggastrechteverordnung in der Regel ihr Geld für das Flugticket zurück. Manche Fluglinien, darunter auch die Lufthansa, bieten Betroffenen kostenlose Stornierungen bzw. Umbuchungen sämtlicher Flüge an. 

Nicht nur die Fluglinien haben ihre Verbindungen eingeschränkt oder eingestellt, sondern auch zahlreiche Fernbusunternehmen, wie unter anderem Flixbus und BlaBlaBus. Alle nationalen und internationalen Busverbindungen von und nach Deutschland werden eingestellt. Das gleiche gilt für Flixtrain-Züge.

Pauschal-/Individualreise oder Kreuzfahrt gebucht – Geld zurück?

Personen, die eine Pauschalreise gebucht haben und nun von einem Einreisestopp betroffen sind, können diese kostenlos stornieren. Wurde die Reise bereits bezahlt, erstattet der jeweilige Veranstalter die Kosten. Für Individualreisende, die selbst Hotel und Mietwagen gebucht haben, gelten hingegen die Gesetze des Sitzes des Veranstalters. Ob die Kosten erstattet werden, ist vom Einzelfall abhängig.

Urlauber, die bereits für den Sommer bei TUI eine Reise gebucht haben, müssen sich in Geduld üben. TUI Deutschland hat bis zum 30. April sämtliche Reisen abgesagt. Kunden, deren Reise in den Osterferien stattfinden soll, werden über die genauen Umstände informiert. Weitere Veranstalter, wie Alltours oder Studiosus, haben ebenfalls ihre Reisen vorerst eingestellt. 

Costa, das italienische Kreuzfahrtunternehmen, hat bis Anfang April alle Kreuzfahrten ausgesetzt. Jedoch können bis Ende März die bereits gebuchten Kreuzfahrten umgebucht werden, ohne dass dabei Kosten entstehen. Aida Cruises, die Rostocker Seereederei, stellt alle Kreuzfahrten bis Mitte April ein, das Unternehmen Princess Cruises sogar bis Mitte Mai.

Was muss man bei Reisen innerhalb Deutschlands beachten?

Grundsätzlich müssen sich Reisende auf Grenzkontrollen an den Grenzen zu Österreich, Frankreich, Dänemark, Luxemburg und der Schweiz einstellen. Allerdings ist es deutschen Staatsangehörigen nach wie vor gestattet, nach Deutschland einzureisen. Ebenso ist es Ausländern mit Aufenthaltsberechtigung und Wohnsitz in der Bundesrepublik und Berufspendlern möglich, nach Deutschland zu reisen. Sie müssen bei der Einreise entsprechende Nachweise und Dokumente vorlegen.

Jedoch ist auch das Reisen innerhalb Deutschlands mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Touristen können die schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Inseln der Nord- und Ostsee nicht mehr besuchen. Dazu zählen Sylt, Fehmarn, Föhr und Amrum. Die Ostseeinseln Rügen, Hiddensee, Poel und Usedom sowie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst sind ebenfalls abgeriegelt. Urlauber wurden aufgefordert, ihre Unterkünfte zu verlassen und von den Inseln abzureisen. Einzig Reisen aus dringenden privaten oder beruflichen Gründen sind gestattet.

Reisen mit der Bahn – mit welchen Einschränkungen ist zu rechnen?

Die Deutsche Bahn (DB) hält zwar weiterhin den Bahnverkehr aufrecht – jedoch eingeschränkt. Teilweise enden Zugverbindungen vorzeitig vor der Bundesgrenze oder fallen vollständig aus, wie beispielsweise Fahrten nach Österreich, Italien, Dänemark, Polen, Tschechien und in die Schweiz. 

Außerdem ist mit Einschränkungen im Regionalverkehr zu rechnen. Die Anzahl der Züge wird Schritt für Schritt an die sinkende Nachfrage der Bahnreisenden angepasst. Vom 23. März bis zum 19. April gilt ein reduzierter Fahrplan für den Regionalverkehr. Die regionalen Zugverbindungen nach Österreich – zum Beispiel nach Kufstein, Salzburg oder Reutte – enden an den jeweiligen Stationen auf deutscher Seite.

Vor Reiseantritt sollten sich Reisende auf der Website der Deutschen Bahn über mögliche Zugausfälle informieren.

Bahnreisende, die ihre Reise verschieben wollen, können ihre bis zum 13. März gekauften Bahntickets bis zum 30. Juni flexibel nutzen. Die Zugbindung gilt nicht mehr. Kunden der Deutschen Bahn, die ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihr bis zum 13. März gebuchtes Ticket mit Reisetag bis zum 30. April kostenlos in einen Gutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen. Der Antrag auf Erstattung muss bis zum 30. Juni bei der Deutschen Bahn eingereicht werden.

(KKA)

Foto : ©Shutterstock.com/nd3000

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