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CRYSTAL International Consultants Ltd. ist insolvent - Anleger sollten umgehend handeln

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Das Geschäftsmodell der CRYSTAL International Consultants Ltd. war auf Verkauf von Rohstoffen an Kunden abgestellt.

Der Kunde gewährte der CRYSTAL ein zinsloses Darlehen, für das er im Gegenzug als Sicherung Miteigentum an einzelnen Rohstoffen oder an von CRYSTAL selbst zusammen gestellten Warenkörben erhielt.

Der Darlehensgeber als Kunde hatte lediglich ein Recht auf Rückzahlung seines Darlehens. Ein Anspruch auf Verwertung der als Sicherheit übereigneten Rohstoffe bestand laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht.

CRYSTAL warb damit, dass der Kunde von den steigenden Rohstoffpreisen profitieren soll.

Die Preise allerdings zu denen die Rohstoffe bewertet werden sollten, legte CRYSTAL selbst fest. Der Wert der Sicherheit war daher für den Kunden nicht überprüfbar.

Bereits Anfang 2008 wurde in einschlägigen Foren vor der dubiosen Rohstoffanlage gewarnt, die von der CRYSTAL International Consultants Ltd. angeboten wurde. Der Gründer dieser Gesellschaft, Herr Manfred Gläser – alias Henri Isaac Lewy – der später als „Generalbevollmächtigter“ der CRYSTAL International Consultants Ltd. in Erscheinung trat, wurde bereits 1993 durch das Landgericht Frankfurt zu 8 ½ Jahren Haft wegen mehrfachen Kapitalanlagebetruges verurteilt.

Bereits im Dezember 2011 wurde das Insolvenzverfahren über die CRYSTAL International Consultants Ltd./Niederlassung Deutschland wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung durch das Amtsgericht Hamburg eröffnet. Mittlerweile steht fest, dass mit einer nennenswerten Quote nicht gerechnet werden kann.

Unsere Kanzlei vertritt geschädigte Anleger und hat in dieser Sache bereits Anlageberater bzw. Anlagevermittler wegen Falschberatung auf Schadensersatz in Anspruch genommen. Dabei konnte vor dem zuständigen Landgericht bereits ein positives Urteil erwirkt werden, aufgrund dessen Anleger ihren Schaden ersetzt erhalten können.

Diese Variante der Schadensregulierung für Anleger ist allerdings keineswegs risikofrei. Anleger sollten daher besonders sorgfältig prüfen lassen, ob in ihrem Fall genügend nachvollziehbare Anhaltspunkte für eine Haftung des Vermittlers bzw. Beraters vorliegen.

Rechtsanwälte Büttel & Reh


Rechtstipp vom 03.02.2015
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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