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Daimler Abgasskandal neuer Betrug bei freiwilligem Software Update bei 60.000 PKW Mercedes GLK 220

Rechtstipp vom 15.04.2019
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Rechtstipp vom 15.04.2019
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Eigentlich dachte man, die Konzerne werden schlauer und ehrlicher. Das Gegenteil ist der Fall. Die Daimler Ingenieure waren der Meinung, dass das Kraftfahrtbundesamt den Betrug nicht aufdeckt. Nun rutscht Daimler immer tiefer in den Abgassumpf.

Das KBA hat bestätigt, dass von den 750.000 PKWs weltweit, die sich einem freiwilligen Software Update unterziehen sollten, vorerst 60.000 Mercedes GL K220 der Euro 5 Norm mit einem besonders perfiden Trick manipuliert wurden. Daimler hat immer betont, dass das freiwillige Software Update nichts mit Betrugs Software zu tun habe. Nun stellt sich aber heraus, dass gerade mit dem freiwilligen Software Update die vorhandene Betrugs Software überspielt werden sollte.

In dem Motor vom Typ OM651 wurde eine Kühlmittel Solltemperaturregelung eingebaut, die bewirkt, dass bei der für die Typ Zulassung notwendigen Prüfung im Labor eine niedrigere Kühltemperatur und auch eine andere Abgasreinigungsstrategie angewandt wurde. Somit hält der PKW die NOX Grenzwerte ein. Allerdings nur auf dem Prüfstand. Auf der Straße nicht.

Das Kraftfahrtbundesamt geht davon aus, dass noch weitere Modelle diese neu entdeckte Manipulation aufweisen.

Der Konzern hat bisher versichert, dass keine weiteren Betrugs Softwareeinheiten im Abgasreinigungsanlage versteckt sind. Dies war gelogen! Man entschied sich bei Daimler die Betrugs Software heimlich zu beseitigen. Dies stellt eine Straftat dar.

Nun müssen alle 750.000 PKW weltweit, die sich dem freiwilligen Rückruf unterziehen sollten, erneut überprüft werden. Die hier vorliegende Art der Manipulation mit einer Betrugs Software berechtigt den jeweiligen PKW Besitzer zur Rückgabe des Fahrzeugs gegen Rückzahlung des Kaufpreises.

Gerade vor dem Hintergrund des BGH-Beschlusses vom 22.02.2019 ist die Möglichkeit, zu seinem Recht zu kommen, noch nie so hoch wie jetzt.

Es ist davon auszugehen, dass jede eingereichte Klage zu einem positiven Ergebnis für den Verbraucher führen wird. Auf diesem Wege sollte nun jeder Verbraucher zu seinem Recht kommen und sich von dem ungeliebten und von deutlichem Wertverfall betroffenen Diesel lösen können.

Wehren Sie sich!

Derzeit erzielen vom Dieselskandal betroffene Autobesitzer, die gegen die Autokonzerne vorgehen, in der Regel einen Vergleich, der die Rückgabe des Pkw bei Abzug der sogenannten Nutzungsentschädigung gegen Rückzahlung des Kaufpreises im Ergebnis sieht.

Verbraucher sollten deshalb alles daransetzen, ihre Rechte geltend zu machen, um so einen Vermögensverlust zu vermeiden.

Zusätzlich besteht für Verbraucher nach den neuesten vorliegenden Urteilen die Möglichkeit, sich über einen Widerruf von vorliegenden Finanzierungs- und Leasingverträgen von dem unliebsamen Diesel oder Benziner zu trennen.

Nutzen Sie Ihre Rechtschutzversicherung! Oder die von uns angebotene Prozessfinanzierungsmöglichkeit.

In Deutschland decken nunmehr alle Rechtschutzversicherungen die jeweiligen Klagen gegen die Händler und Konzerne. Voraussetzung ist, dass die Rechtsschutzversicherung zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses existent war.

Die Kanzlei Klamert & Partner Rechtsanwälte vertritt bundesweit tausende Dieselgeschädigter und erzielt im Grundsatz in den überwiegenden Fällen die oben genannten Ergebnisse, die zu Schadensersatz und Rückabwicklung des Kaufvertrages führen.

Rechtsanwalt Markus Klamert und sein Team der Klamert & Partner Rechtsanwälte stehen Ihnen für eine kostenfreie Ersteinschätzung jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Klamert

Rechtsanwalt


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Schadensersatzrecht & Schmerzensgeldrecht, Verkehrsrecht

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