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Das Sepa-Firmenlastschrift-Mandat - der Blankoscheck zur Kontoplünderung?

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Das frühere nur im inländischen Zahlungsverkehr gebräuchliche und selten genutzte Bankabbuchungsverfahren, das viele Bankangestellte nicht einmal richtig verstanden haben, ist mit dem europäischen Zahlungssystem Geschichte. 

Doch es gibt einen Nachfolger, der es einem Zahlungsempfänger sogar ermöglicht, mit einer Unterschrift unwiderrufliche Einzüge von Ihrem Firmenkonto vorzunehmen. Es entspricht damit quasi der Aushändigung von Blanko-Überweisungen an den Zahlungsempfänger. Auch daraufhin sollten Sie Verträge genau prüfen. Bei unbekannten oder schon bekannt nicht zuverlässigen Geschäftspartnern sollte unbedingt auf diese Ermächtigung verzichtet werden, und höchstens die normale, stornierbare Sepa-Einzugsermächtigung erteilt werden. 

Immerhin verlangen die Vorschriften für die nicht stornierbare Sepa-Firmenlastschrift, dass im Ermächtigungstext darauf hingewiesen wird, dass Einzüge nicht stornierbar sind. Fehlt dieser Hinweis, ist das Mandat unwirksam und jeder Einzug wäre stornierbar. Insofern ist das europäische Verfahren ein Fortschritt in puncto Sicherheit.

Ob diese Voraussetzung aber von allen Bankmitarbeitern vor Veranlassung einer Lastschrift ordnungsgemäß geprüft wird, ist fraglich. Die zahlreichen „Unfälle“ beim Bankabbuchungsverfahren lassen daran zweifeln. 

Entscheidendes Sicherheitsproblem ist die beim Sepa-Verfahren weggefallene, dem Einzug vorausgehende direkte Vereinbarung des Bankabbuchungsverfahrens (Abbuchungsauftrag) mit Ihrer kontoführenden Bank. Dem Zahlungsempfänger genügt prinzipiell eine Unterschrift, um Ihr Konto unwiederbringlich leerzuräumen. Sie können das Sepa-Mandat zwar bei der kontoführenden Bank jederzeit beenden, damit aber nur zukünftig wirksame Belastungen ausschließen. 

Dafür wurden andere Sicherheitsschranken eingebaut. 

Wann ist eine Belastung unwirksam und stornierbar?

Voraussetzungen einer wirksamen Abbuchung, wenn folgende zwingende Vorgaben nicht eingehalten wurden:

  • Sie handeln als Unternehmer/in zur Belastung eines Firmenkontos und nicht für private Zwecke.
  • ....lesen Sie weiter unter ramusiol.com ....

Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Zivilrecht

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