Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Datenschutz: Einmal Datenschutzbeauftragter, immer Datenschutzbeauftragter?

(21)

Im folgenden Artikel wird der einvernehmliche Widerruf der Bestellung zum Datenschutzbeauftragten erörtert.

Die neue DSGVO kommt in etwas mehr als in einem Monat, am 25.05.2018. Einige Unternehmen nehmen die Gesetzesänderung und -verschärfung zum Anlass, Ihre Datenschutz-Organisation zu hinterfragen und gegebenenfalls umzustrukturieren. Viele kommen zum Ergebnis, dass ein neuer Datenschutzbeauftragter (sei es ein neuer interner oder ein externer) bestellt werden soll. 

Grundsätzlich hat das Bundesarbeitsgericht bereits im am 23.03.2011 (Az. 10 AZR 562/09) entschieden, dass eine unternehmerische Entscheidung, nach der der betriebliche Datenschutz zukünftig nicht mehr intern, sondern durch einen externen Datenschutzbeauftragten gewährleistet werden soll, es nicht rechtfertigen kann, die Bestellung des internen Datenschutzbeauftragten zu widerrufen. Weder Kostenersparnis noch die Zentralisierung des Datenschutzes bei einem für den gesamten Konzern zuständigen externen Datenschutzbeauftragten sind hierfür geeignete Gründe.

In zahlreichen Fällen melden uns unsere Mandanten, dass die Abbestellung bzw. der Widerruf des Datenschutzbeauftragten jedoch von beiden Seiten gewollt und damit einvernehmlich erfolgen soll. Viele Datenschutzbeauftragte sehen sich den Herausforderungen der neuen DSGVO nicht gewachsen. Viele wollen das vermeintlich höhere Risiko der neuen DSGVO nicht tragen. Auch Unternehmen erlangen die Erkenntnis, dass das Thema „Datenschutz“ nun nicht einfach so „nebenbei“ mitgemacht werden kann, sondern eine angemessene und für die heutige Zeit unerlässliche Rolle in Ihrem Unternehmen spielen muss. Es geht also um eine einvernehmliche Regelung zwischen dem Arbeitgeber (oder Auftraggeber) und dem Datenschutzbeauftragten (intern oder extern).

Hat man also einen neuen internen oder externen Datenschutzbeauftragten gefunden, muss ein Widerruf der alten Bestellung zum Datenschutzbeauftragen erfolgen. Und nun die gute Nachricht: Solange sich beide Parteien insoweit einig sind, ist dieser Widerruf der Bestellung zum Datenschutzbeauftragten unkompliziert. Es bedarf lediglich einer von beiden Seiten unterzeichneten Vereinbarung. 

Brauchen Sie weitere Informationen zum Thema „einvernehmlicher Widerruf der Bestellung zum Datenschutzbeauftragten“? Die Sozietät HOS Rechtsanwälte hilft Ihnen gerne dabei, den genauen Wortlaut zu formulieren. Für Rückfragen stehen unsere Datenschutzexperten – gerne auch telefonisch oder per E-Mail – zur Verfügung.


Rechtstipp vom 14.04.2018
aus der Themenwelt Datenschutz und DSGVO und dem Rechtsgebiet IT-Recht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors