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Datenschutzrechtliche Berechtigung zur Beauftragung von Inkassounternehmen?

Rechtstipp vom 25.10.2018
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Rechtstipp vom 25.10.2018
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Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten ist ein Leitthema der DSGVO. So haben sich seit der Geltung des neuen Datenschutzrechts viele Betroffene an die Aufsichtsbehörden gerichtet, die eine Übermittlung ihrer Daten an ein Inkassounternehmen zum Forderungseinzug für unzulässig hielten. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz (LfDI RLP) hat auf seiner Website einen kurzen Leitfaden erstellt, anhand dessen Sie die Rechtmäßigkeit einer Datenübermittlung an ein Inkassounternehmen nach der DSGVO nachvollziehen können.

Was ist zu beachten?

Die Zulässigkeit einer Datenübermittlung an ein Inkassounternehmen ist im sog. berechtigten Interesse (Art. 6 I lit. F DSGVO) zu finden. Dieses besteht darin, dass die (vermeintlich) offene Forderung vom Schuldner beglichen wird. Hierzu kann sich ein Unternehmen natürlich auch der Hilfe Dritter, nämlich eines Inkassounternehmens, bedienen. Ohne die entsprechenden Informationen, die eine Forderung begründen, ist ein Einzug durch das Inkassounternehmen nicht möglich. Eine entsprechende Berechtigung, so das LFDI RPL, ist auch dann gegeben, wenn das Bestehen oder die Höhe der Forderung zwischen den Parteien strittig ist.

Unternehmen sollten in jedem Fall im Rahmen der Datenschutzerklärung darauf hinweisen, dass im Falle des Forderungseinzugs Daten auch an Dritte, z. B. ein Inkassounternehmen, übermittelt werden. Rechtsgrundlage ist dabei das berechtigte Interesse am Forderungseinzug.

Weitere Informationen zu dem Thema: https://www.datenschutz.rlp.de/de/themenfelder-themen/inkassounternehmen.


Rechtstipp aus der Themenwelt Datenschutz und DSGVO und dem Rechtsgebiet IT-Recht

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