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Der Abgasskandal nimmt kein Ende: Wieder 127.000 Fahrzeuge der Marke Audi zurückgerufen

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Die Abgasaffäre im VW-Skandal verschärft sich erneut. Mit Mitteilung vom 23.01.2018 hat das Kraftfahrtbundesamt mitgeteilt, dass bei der Überprüfung der Audi 3.0 l Euro 6, Modelle A 4, 5, 6, 7, 8, Q 5, SQ 5, Q 7, unzulässige Abschaltvorrichtungen nachgewiesen wurden. Das Kraftfahrtbundesamt hat daher nach eigenen Angaben verpflichtende Rückrufe dieser Fahrzeuge angeordnet. Audi muss nun bis Anfang Februar einen Plan zur Umrüstung der Fahrzeuge vorlegen und hat dann 18 Monate Zeit für die Umsetzung.

Ob eine Umrüstung tatsächlich ohne technische Nachteile durchgeführt werden kann, ist umstritten. Unzählige Autokäufer klagen nach der Umrüstung ihrer Fahrzeuge über diverse technische Mängel oder einen erhöhten Spritverbrauch. Der Gebrauchtwagenmarkt reagiert mit deutlich sinkenden Preisen.

Rechtlos gestellt ist der Käufer hier jedoch nicht. So haben zahlreiche Gerichte geurteilt, dass das Aufspielen des Software-Updates dem Kunden nicht zugemutet werden kann. Sowohl gegen den Händler als auch gegen die VW AG selbst kann der Käufer Schadensersatz geltend machen.

Vom Händler kann Nachlieferung eines Neufahrzeugs, Nachrüstung oder Minderung verlangt werden. Alternativ kommt auch ein Rücktritt vom Kaufvertrag in Betracht. Hierbei wird das Fahrzeug zurückgegeben und der Kunde erhält den Kaufpreis (abzüglich gefahrene Kilometer) zurück. Zu prüfen bleibt hier jedoch die Verjährung der Ansprüche.

Gegen den Hersteller bestehen Schadensersatzansprüche.

Wurde der Fahrzeugkauf über ein Darlehen finanziert, kommt bei einer Fehlerhaftigkeit der Widerrufsinformation auch ein Widerruf mit der Folge der Rückabwicklung aller Verträge in Betracht.


Rechtstipp vom 02.02.2018

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Alle Rechtstipps von Rechtsanwältin Miriam Tolle (Tolle.Hoffmann Rechtsanwälte Partnerschaft)

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