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Der Ankereffekt

  • 2 Minuten Lesezeit

Der sogenante "Ankereffekt" kommt aus der Sozialpschologie. Ein Ankereffekt ist ein Begriff aus deren Kognitionspsychologie und er beschreibt nach der einschlägigen Definition einen  Effekt, dass die Menschen bei Entscheidungen zu stark von ihren Umgebungsinformationen beeinflusst werden, ohne dass ihnen dieser Einfluss überhaupt bewusst wird. Der Effekt setzt für den Erkunder und Betrachter einen sogennaten Masstab, soll eine Orientierungshilfe sein, eben eine Beurteilungsgrundlage. Eben einen sogenannten Anker. Die Folge psychologischer Art ist u.a.dass sich Beurteiler und Betrachter, Interessierte Nächste nun Meinungsbilder dazu machen und später selbst Werte setzen. Die Beeinflussung wird nicht immer oder gar nicht bemerkt. Und das gilt nun auch für Entscheider und Entscheidungsträger. die sich nun dafür interessieren ( sollen ) deshalb wird er nun mal meist in die Welt gesetzt....

Er dient mehr oder weiger geziehlt der Beeinflussung des Wahrnehmenden. Das Problem ist vom Veröffentlicher, der Anker sollte meist realistsch sein und ins Bild,Rahmen gerade noch passen, möglicherweise dann aber nicht,  wenn der Verursacher Aufmerksamkeit und Beachtung damit erzielen möchte.

Beispiele für einen Ankereffekt:


Werbung   Peis

insbesondere Einführung Produkt, oder Aktionspreise zur Verkaufsförderung, Preisnachlass


Justiz

Strafjustiz

Anzahl der Tagessätze und Tagessatzhöhe

Hoehe der Haftstrafe

Dauer Führerscheinentzug

Dauer Führerscheinsperre


Ziviljustiz 

Höhe Entschädigungszahlung, Höhe Schmerzensgeld


Verwaltung

Dauer von Massnahmen 


Job

Einstiegsgehalt


Presse Medien

Zahlen, (Statistik (welche ) )

z.B. von Hungernden, Erkrankten, Verstorbenen


Experimente

Hier machten die Psychologen Clayton R. Critcher und Thomas Gilovich Experimente. Die Gäste eines Restaurants das den  Namen „Studio 97“ trug, gaben darin durchschnittlich 8 Dollar mehr aus als die Gäste des Restaurants namens „Studio 17“.Das banale beispiel dokumentiert die Mächtigkeit des Ankereffektes.


In der Justiz konnten z.B. Chapman/Bornstein mit Untersuchungen  in ihren Studien nachweisen, dass das Phänomen der Ankerung und Anpassung auch bei vielen Gerichtsurteilen auftritt. Eingeforderte Schadensersatzsummen betreffend dienen als Anker, von dem aus die tatsächlich ausbezahlte Summe bestimmt wird, siehe Gretchen B. Chapman, Brian H. Bornstein: The More You Ask For, the More You Get: Anchoring in Personal Injury Verdicts. In: Applied Cognitive Psychology. Band 10, Nr. 6, 1996, ISSN 1099-0720, S. 519–540


Frage : Wie lassen Sie sich denn selbst denn durch  den Anker beeinflussen ??


Verfasser : 

Georg Koenigstein

Rechtsanwalt Dipl.-Psych. 

Psychologischer Sachverständiger

Gerichtsgutachten Gutachtenskritik Gegengutachten Privatgutachten



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