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Der Lebenspartner im Erbrecht

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Lebenspartner gibt es solche und solche. Für die Juristen ist ein Lebenspartner seit dem Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes in 2001 ein gleichgeschlechtlicher Partner und beide Partner haben gegenüber einem Standesbeamten erklärt, dass sie die gleichgeschlechtliche Partnerschaft auf Lebenszeit führen wollen. Hört sich an wie eine Eheschließung, hat auch ziemlich ähnliche Wirkungen, ist aber keine Eheschließung. Die beiden Partner leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Auch das Erbrecht ist weitestgehend gleich ausgestaltet und es stehen den Lebenspartnern auch die gleichen Güterstände zur Verfügung wie Eheleuten. Natürlich gilt das alles für Männlein und Weiblein, also auch für Partnerinnen.

Für den Laien ist ein Lebenspartner einer mit anderem Geschlecht, mit dem man nicht verheiratet ist, also in wilder Ehe lebt. Das nennen die Juristen nichteheliches Zusammenleben (früher, also vor 2001 nichteheliche Lebensgemeinschaft genannt), wobei ihnen egal ist, ob das Paar hetero- oder homosexuell leben will. Alle Vorteile und Schutzvorschriften, die den eingetragenen Lebenspartnern oder Eheleuten zugutekommen sollen, sind den wild zusammenlebenden Pärchen versagt. Kein gesetzlicher Erbteil, kein Pflichtteil, keine Möglichkeit des gemeinschaftlichen Testaments, kein Steuervorteil, kein güterrechtlicher Ausgleich, etc. Also ein Erbrecht wie unter Fremden bei den Wilden!


Rechtstipp vom 07.08.2014
aus dem Rechtsgebiet Erbrecht

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