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Der Mythos Abfindung

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Einer der weit verbreitetsten Irrtümer ist, dass ein Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf eine Abfindung hat. Zwar enden viele Kündigungsschutzprozesse mit einem Vergleich, der eine Abfindung enthält, aber einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Für den Abfindungsvergleich gibt es viele Gründe. Zum einen das Risiko des Ausgangs des Kündigungsschutzprozesses, zum anderen die günstige sozialversicherungsrechtliche Behandlung der Abfindung. Also eine Win-win-Situation.

Der Arbeitgeber kann bei betriebsbedingten Kündigungen schon im Vorfeld eine Abfindung versprechen, falls der Arbeitnehmer keine Kündigungsschutzklage erhebt. In diesem Fall beträgt die Höhe des Abfindungsanspruchs dann ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Auch bei Aufhebungsverträgen wird meistens eine Abfindung verhandelt und festgelegt.

Also spielt das Thema Abfindung bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses praktisch eine sehr bedeutende Rolle, aber einen gesetzlichen Anspruch nach dem Motto „Kündigung = Abfindung" gibt es nicht.

Die Vereinbarung einer Abfindung kann jedoch eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld zur Folge haben. Das gilt besonders dann, wenn der Arbeitnehmer Rechtspositionen freiwillig aufgegeben hat, weil er sich z. B. auf eine Verkürzung der Kündigungsfrist eingelassen hat. Deshalb sollten Sie sich umfassend informieren und beraten lassen, bevor Sie ein Abfindungsangebot annehmen.

Infos:

Anwaltskanzlei Dr. Zacharias

Volmerstraße 5, 12489 Berlin-Adlershof

Tel.: 6392-4567


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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