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Deutsche Biofonds - Hydropower: Haftung der Vermittler! - Fragwürdiges WP-Gutachten!

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Im Zusammenhang mit dem Vertrieb der Anlageprodukte Hydropower VI und VII stellt sich die Frage der sog. Vermittlerhaftung.

Die Deutsche Biofonds AG hat offensichtlich in größerem Umfang Anlagen auch gegenüber Privatanlegern durch Vertriebsmitarbeiter vermitteln lassen. Insgesamt wurden mindestens 15 Millionen Euro Anlegergelder eingeworben. die neuere Presseberichterstattung spricht zwischenzeitlich von bis zu 40 Millionen Euro. Zwischenzeitlich befürchtet man deutlich höhere Summen.

Involviert in das Angebot sind eine Reihe von Firmen aus dem Konglomerat des Herrn Dr. Yaver Demir, namentlich u.a. die

  • Deutsche Biofonds Treuhand II GmbH, 
  • Deutsche Biofonds Hydropower VII GmbH, 
  • Deutsche Biofonds Verwaltungsgesellschaft I GmbH, 
  • Deutsche Biofonds Green Energy GmbH &. Co. KG, Deutsche Biofonds Hydropower GmbH & Co. KG, 
  • Deutsche Biofonds Healthcare GmbH & Co. KG sowie die 
  • Deutsche Biofonds Hydropower VIII GmbH & Co. KG.

Teilweise befinden sich Firmen der Unternehmensgruppe bereits in Insolvenz. Manche wurden bereits abgewickelt und gelöscht. Nach diesen Zeitpunkten erfolgte eine Reihe von Vermittlungen.

Insgesamt stellt sich die Frage, ob es sich bei der Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe Deutsche Biofonds nicht doch um das Betreiben unerlaubter Bankgeschäfte beziehungsweise Finanzdienstleistungen handelte. Zudem stellt sich insbesondere auch die Frage der Haftung der eingeschalteten Vermittler gegenüber den betroffenen Anlegern aufgrund unzureichender Beratung, Aufklärung bzw. Empfehlung. 

Im vorliegenden Fall raten wir zu raschem Tätigwerden, da zu befürchten ist, dass die durch die Anleger vorgenommenen Investitionen bei weiterem Zuwarten in der Angelegenheit einen Totalverlust erleiden werden. Im vorliegenden Fall raten wir zur Prüfung eines Vorgehens sowohl gegenüber dem eingeschalteten Vermittler im Wege des Haftungsdurchgriffes wie auch gegen die Initiatoren der Firmengruppe Deutsche Biofonds. Die von den Deutschen Biofonds konzipierten und gegenüber den Anlegern vertriebenen Produkte wurden dem derzeitigen Stand unserer Recherchen nach unter bewusster Irreführung sowie unter Inkaufnahme eines gezielten Verstoßes gegen die eigenen Anlagebedingungen vertrieben und platziert.

Für die maßgeblichen Anlagen bestand im Einzelfall eine Mindestzeichnungssumme. Diese betrug den eigenen Anlagebedingungen nach 190.000,000 USD, 190.000,00 Euro bzw. 250.000,00 Euro.

Weder wurden die von uns bislang vertretenen Anleger über diesen Umstand ordnungsgemäß aufgeklärt, noch hat der Vertrieb, insbesondere aber die Initiatorenseite des aufgelegten Produktes dafür Sorge getragen, dass diese vorgegebenen Anleihebedingungen eingehalten werden. Dies ganz bewusst in Umgehung der entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen, um vom unbedarften Privatanleger Geld einzusammeln.

Dabei wurden insbesondere die sachlichen und rechtlichen Voraussetzungen des Produktes und dem dahinterstehenden zweckbestimmten Anlageziel in wesentlichen Gesichtspunkten falsch und unvollständig dargestellt. Dies begründet aus unserer Sicht die uneingeschränkte Haftung der handelnden Personen.

Zudem wurde mit einem Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geworben, das weitere erhebliche Fragen insbesondere auch im Zusammenhang mit der Frage einer Haftung (sog. Expertenhaftung) aufwirft, die es im Einzelfall zu prüfen gilt. Die betroffene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hatte bereits in anderen Anlegerskandalen eine Rolle gespielt. Nähere bzw. weitergehende Informationen finden Sie auch im Netz auf unserer Internetpräsenz, dort unter Bank- und Kapitalmarktrecht – Deutsche Biofonds.

Soweit auch Sie betroffen sein sollten, raten wir dringend dazu, unverzüglich qualifizierten rechtlichen Beistand zu ziehen.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Adwus Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath hat sich hier über die Jahre hinweg eine außerordentliche Expertise erworben. Insbesondere auch hinsichtlich der effektiven Geltendmachung und Durchsetzung bestehender Forderungen beziehungsweise Schadensersatzansprüchen kommt uns die über viele Jahre hinweg erworbene Erfahrung zugute. Für weitere Fragen respektive eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme stehen wir gerne zur Verfügung, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 06.12.2015

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            Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann (ADWUS Rechtsanwälte) Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann

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