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Die Betreuungsverfügung - Regelungsmöglichkeiten und Vorgaben für den Betreuer

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Eine Betreuungsverfügung ist zu unterscheiden von einer Vorsorgevollmacht. Geht es bei letzterer darum, für den Vollmachtgeber wirksam handeln zu können, dient eine Betreuungsverfügung dazu, Wünsche, Vorschläge und Anregungen für den Fall der eigenen Betreuung bezogen auf die Auswahl der Person des Betreuers und die Wahrnehmung der Betreuung selbst zu treffen. Ist eine Vorsorgevollmacht nicht gewünscht, sollte zumindest eine Betreuungsverfügung verfasst werden.

Eine Betreuungsverfügung kommt dann ins Spiel, wenn die Betreuungsbedürftigkeit bereits eingetreten ist und kann auch neben einer Vorsorgevollmacht relevant werden. Dies dann, wenn die Vollmacht nicht umfassend genug erteilt wurde oder der Bevollmächtigende zum Zeitpunkt der Erteilung schon nicht mehr geschäftsfähig war oder Zweifel an der Geeignetheit des Bevollmächtigten bestehen.

Inhalt einer Betreuungsverfügung

Der die Verfügung Errichtende muss nicht geschäftsfähig sein, da mit Hilfe der Betreuungsverfügung nur Wünsche und Vorschläge geäußert werden. Es geht darum, wer Betreuer sein soll und wie die Betreuung vorgenommen werden soll.

Folgende Bereiche sind inhaltlich für eine Betreuungsverfügung denkbar:

  • Person des Betreuers
  • Wünsche zur Wahrnehmung der Betreuung (z. B. welches Alters- oder Pflegeheim)
  • Höhe der Vergütung bei nicht berufsmäßigem Betreuer
  • Gelegenheitsgeschenke oder Vermögensanlage

Die Wünsche und Vorschläge des zu Betreuenden sind vom Betreuungsgericht grundsätzlich zu beachten.

Form einer Betreuungsverfügung

Zwar ist eine besondere Form nicht vorgeschrieben, allerdings sollte aus Gründen der Rechtssicherheit die Betreuungsverfügung schriftlich abgefasst werden.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Betreuungsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Pflegerecht, Zivilrecht

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