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Die Daueraufenthaltserlaubnis-EG

  • 2 Minuten Lesezeit

Die Daueraufenthaltserlaubnis-EG gewährt Ihnen die gleiche Rechtsstellung in der Bundesrepublik Deutschland wie die Niederlassaungserlaubnis. Sie können sich als nicht Unionsbürger jedoch mit diesem Aufenthaltstitel in fast allen anderen Ländern der Europäischen Union (Ausnahmen: Großbritannien, Irland und Dänemark) zum Arbeiten oder zum Studieren aufhalten.

Die Voraussetzungen zum Erhalt der Daueraufenthaltserlaubnis-EG sind in der Regel:

  • ein fünfjähriger rechtmäßiger Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland. Rechtmäßige Aufenthalte zum Studium oder zur Berufsausbildung werden dabei nur zu 50% berücksichtigt.
  • Der Besitz eines Aufenthaltstitels bei Antragsstellung, der nicht zu einem vorübergehenden Zweck wie Studium/Ausbildung oder aus humanitären Gründen erteilt wurde.
  • Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, sowie Grundkenntnisse der Staats- und Gesellschaftsordnung in der Bundesrepublik Deutschland.
  • Ausreichender Wohnraum für den Antragssteller und gegebenenfalls seiner Familienangehörigen.
  • Gesicherter Lebensunterhalt.

Folgende Unterlagen sind erforderlich: 

  • Der Nachweis des gesicherten Lebensunterhalts kann bei Arbeitnehmern durch Einkommensnachweise wie Gehalts-/Verdienstbescheinigung mindestens der letzten drei Monate, sowie eine aktuelle Arbeitgeberbestätigung über Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses (keine nur vorüberübergehende Beschäftigung) erfolgen.
  • Bei Selbstständigen/Freiberuflern kann der Nachweis durch Vorlage eines Gewinnnachweises nach Steuern, z.B. letzter Einkommenssteuerbescheid sowie aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung eines Steuerberaters erbracht werden.
  • Gegebenenfalls Vorlage einer aktuellen Gewerbeanmeldung
  • Vorlage eines Krankenversicherungsnachweises
  • Ausreichender Wohnraum kann durch Vorlage eines aktuellen Mietvertrages, bzw. bei Immobilieneigentum Kaufvertrag mit Angabe der Quadratmeterzahl der Wohnung erfolgen. Ferner ist ein Nachweis über die aktuelle Höhe der monatlichen Kosten für die Wohnung vorzulegen. Bei Mietwohnungen kann dies über eine aktuelle Bestätigung des Vermieters, bzw. durch einen aktuellen Kontoauszug aus dem sich die Höhe der Warmmiete ergibt erfolgen. Bei Wohnungseigentum ist ein Nachweis über die Höhe der monatlichen Zins- und Tilgungsleistungen aus Kreditverträgen sowie über die Höhe des zu leistenden Wohn-/Hausgeldes vorzulegen.
  • Darüber hinaus ist ein Nachweis über eine angemessene ausreichende Alterversorgung zu führen. Dies kann durch Vorlage einer Bestätigung der Deutschen Rentenversicherung über den Rentenversicherungsverlauf oder durch Nachweis eines Anspruchs auf vergleichbare Leistungen einer Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder eines Versicherungsunternehmens erfolgen.
  • Der Nachweis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache kann z.B.  durch Vorlage eines Zeugnisses über einen deutschen Schulabschluss oder den erfolgreichen Abschluss einer deutschen Berufsausbildung erbracht werden.

Im Einzelfall kann die Behörde noch weitere zusätzliche Unterlagen benötigen und anfordern.

 

 


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Ausländerrecht & Asylrecht

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