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Die drei größten, steuerlichen Fehler für Krypto- und NFT Anleger | Finanzamt | Bitcoin | Ethereum

  • 2 Minuten Lesezeit

In der täglichen Praxis ist festzustellen, dass viele Krypto- und Non Fungible Token Anleger häufig Investitionsentscheidungen treffen, ohne deren steuerlichen Folgen zu bedenken. Daraus können schlimmstenfalls Steuerforderungen resultieren, die bis in die Privatinsolvenz reichen. Dann wird aus dem Glück des Gewinns schnell das Unglück der Steuernachzahlung.

Nachfolgend sollen daher die TOP 3 der größten steuerlichen Fehler bei Investitionen in Kryptowährungen und Non Fungible Token dargestellt werden.


TOP 3 - Fehler Nr. 1: Verkauf innerhalb der Haltenfrist von einem Jahr

Man würde meinen, dass es sich herumgesprochen hat, dass bei dem Verkauf von Kryptowährungen und Non Fungible Token der Verkauf innerhalb der Haltefrist von einem Jahr nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG zu einer Steuerpflicht von Gewinnen führt. Trotzdem ist häufig in der Praxis festzustellen, dass Gewinne kurz vor Ablauf der Frist von einem Jahr realisiert werden. Spiegelbildlich sollten Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften mit Kryptowährungen und Non Fungible Token innerhalb der Frist von einem Jahr realisiert werden.

Fazit: Vor dem Verkauf sollte die steuerliche Haltefrist genau geprüft werden.


TOP 3 - Fehler Nr. 2:  vollständige Investition von Veräußerungsgewinnen in neue Projekte 

Ferner ist festzustellen, dass Anleger steuerpfichtige Gewinne aus Kryptowährungen und Non Fungible Token häufig direkt in neue Krypto-Projekte investieren. Dabei wird häufig übersehen, dass sich hier schnell hohe Steuerforderungen aufbauen können.  Besser ist es, einen Teil der Gewinne in Fiat oder in einem Stablecoin zu "parken" und auf diese Weise die spätere Begleichung der Steuerforderung zu gewährleisten. 

Fazit: Steuerpflichtige Gewinne sollten prozentual in Höhe des Steuersatzes in Fiat oder zumindest in einem Stablecoin geparkt werden.


TOP 3 - Fehler Nr. 3: vollständige Investition von steuerpflichtigen Zuflüssen in neue Projekte

Einer der größten und schwerwiegendsten Fehler ist, dass Kryptoanleger zugeflossene Kryptowährungen direkt investieren oder einfach "stehenlassen". 

Warum ist dies steuerlich problematisch? 

Dies liegt daran, dass Zuflüsse z.B. in Form von Staking Rewards grundsätzlich beim Zufluss mit ihrem Zuflusswert nach § 22 Nr. 3 EStG steuerpflichtig sind. Daraus resultieren regelmäßig direkt Steuerforderungen.

Brisant wird es dann, wenn der Wert der zugeflossenen Kryptowährungen in der Folge sinkt. Steuerlich ist dies für eine Steuerpflicht nach § 22 Nr. 3 EStG nicht relevant, da auf den Zuflusswert abgestellt wird. Schlimmstenfalls kann dies dazu führen, dass selbst ein Totalabsturz der Kryptowährung nach dem Zufluss an der insoweit entstandenen Steuerforderung nichts ändert. 

Fazit: Steuerlich relevante "Zuflüsse" von Kryptowährungen sollten zeitnah zum Zuflusszeitpunkt prozentual in Höhe des Steuersatzes in Stablecoins oder Fiat umgetauscht werden.


Gerade bei größeren Investitionen in Kryptowährungen und Non Fungible Token kann sich die steuerliche Beratung durch spezialisierte Berater buchstäblich auszahlen.

von Rechtsanwalt Martin Figatowski, LL.M. (Tax)

Für Rückfragen rund um die Besteuerung von Kryptowährungen sowie für die Erstellung Ihrer Krypto | NFT-Steuererklärung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. 

Ich bin Rechtsanwalt  bei GTK GINSTER • THEIS • KLEIN & PARTNER mbB Wirtschaftsprüfer • Steuerberater • Rechtsanwälte war zuvor viele Jahre im höheren Dienst der Finanzverwaltung NRW u.a. als Sachgebietsleiter in der Steuerfahndung-/ Strafsachen- und Bußgeldstelle tätig. Unsere Kanzleiwebseite finden Sie unter www.gtkp.de und meine persönliche Webseite unter www.martin-figatowski.de .

Foto(s): Steueranwalt Martin Figatowski, LL.M. (Tax)

Rechtstipp aus den Rechtsgebieten IT-Recht, Steuerrecht, Strafrecht

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