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Die Grunderwerbsteuer in Österreich seit 01.01.2016 – GrESt neu – eine erste Zwischenbilanz!

Bekanntlich wurde per 01.01.2016 die Rechtslage betreffend die Grunderwerbsteuer in Österreich neu geregelt. Den Medien zufolge sei von einer wesentlichen Verschlechterung auszugehen. Humbug – die Bedenken lösen sich, zumindest partiell, in Luft auf. Nach einer gewissen Anlaufzeit kann gesagt werden, dass die GrESt-Reform für Liegenschaften mit einem Verkehrswert im Bereich von EUR 300.000,00 vielmehr zu einem spürbaren Steuervorteil geführt hat.

Hintergrund im Sinne von technischer Ursache ist der vom Gesetzgeber reduzierte Steuersatz von lediglich 0,5 % bei einem Grundstückswert von bis zu EUR 250.000,00. Dies bedeutet, dass die Transaktion von Liegenschaften – vor allem im nächsten Angehörigenkreis – nunmehr deutlich billiger geworden ist als noch bei der alten Steuerlage.

Als Expertentipp gilt daher, dass diese günstige Steuerlage jedenfalls auszunutzen ist, zumal das Steuerrecht vor allem im Liegenschaftsbereich fast schon jährlich Änderungen unterworfen ist, wie die Erfahrung zeigt. Der spürbar wahrgenommene „Run“ auf Immobilienschenkungen Ende des Jahres 2015 hat sich daher in gewisser Weise als Bluff herausgestellt. Zumindest steuertechnisch ist das Jahr 2016 weitaus günstiger für Schenkungen, Übergaben etc.

In puncto Immobilienertragsteuer ist zu sagen, dass sich auch die bezügliche Rechtslage zum Vorteil gewendet hat, weiß man sie nur richtig zu nutzen. Die mit der Gesetzesnovelle einhergehende und als Verschlechterung gepriesene „Erhöhung über 4,2 %“ betrifft ausschließlich Altbestände! Demgegenüber wird der Verkaufserlös bei Neuinvestitionen (Anschaffungen ab dem 31.03.2002) nunmehr mit 30 % besteuert. Dies bedeutet angesichts des Höchststeuersatzes in Österreich von 55 % eine Erleichterung um 25 %-Punkte! Das ist erheblich und sucht seinesgleichen. Zusammengefasst ist die Steuerlage auf dem Immobiliensektor so gut wie schon lange nicht. Vorausgesetzt selbstverständlich, es werden die richtigen „Investitionsmodelle“ gewählt.


Rechtstipp vom 13.05.2016

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