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„Die Haupthand“, „der Türke“: Neuer Anlagebetrug in Wuppertal/Solingen

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15.10.2017: Wie unter anderem das Internetportal T-Online und der Mannheimer Morgen berichten, gibt es offensichtlich einen erneuten größeren Kapitalanlage-Betrugsskandal mit noch gänzlich unbekannten Ausmaßen. Beamte aus Wuppertal hätten nach umfangreichen Ermittlungen eine regelrechte Bande gesprengt und mindestens zwei Personen in Untersuchungshaft genommen. Hierbei handele es sich um einen 28-jährigen Finanzagenten und Chef dreier rumänischer Mittelsmänner sowie den mutmaßlichen Kopf der Bande, einen 38-jährigen aus Solingen. Letzterer schweige nach wie vor zu den Vorwürfen, der 28-Jährige hingegen sei umfassend geständig. Einer der drei Rumänen sei darüber hinaus bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Außerordentlich konspiratives Vorgehen

Wie die unterschiedlichen Medien übereinstimmend berichten, habe die Bande und insbesondere der nur als „Türke“ oder „Haupthand“ bekannte Chef überaus vorsichtig agiert. So seien bei den geheimen Treffen beispielhaft sämtliche Mobiltelefone eingesammelt und in einer Mikrowelle deponiert worden. Die Hinweise eines Kronzeugen auf das Nummernschild des mutmaßlichen Bandenchefs hätten schließlich zum Ermittlungserfolg geführt. Auch das Bundeskriminalamt habe bei der Rückverfolgung von Anrufen zur Aufklärung beigetragen.

Lukrative Anlage mit 20 % Rendite

Offensichtlich habe die Bande in großem Stil über Telefonlisten unbekannter Herkunft insbesondere vermögende Privatpersonen telefonisch kontaktiert. Versprochen wurden hier beispielsweise Aktiendepots mit Positionen deutlich unter den jeweils aktuellen Kurswerten. Zur Flankierung der mutmaßlichen Betrügereien seien darüber hinaus eigens seriöse Unternehmen imitierende Internetauftritte von Firmen wie beispielhaft Taurus Equity, Empire Investment, Finkelstein West Asset oder Guthmann Group geschaffen worden.

Vorgebliche Depots mit Siemens-Aktien

Wie der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert erklärt habe, sei den potentiellen Opfern „etwa ein Depot mit Siemens-Aktien deutlich günstiger als der aktuelle Kurswert“ angeboten worden. Diese angeblichen Depots hätten allerdings ebenso wie die dortig behaupteten Papiere gar nicht existiert. Die versprochenen extrem hohen Renditen hätten jedoch eine Vielzahl von Geschädigten dazu gebracht, mühsam angespartes Kapital in großem Stil an die Bande zu überweisen. Fraglich steht nunmehr für die Betroffenen, wieviel der geräuberten Gelder möglicherweise wieder rückholbar sein könnten. Im Zweifel empfiehlt sich jedenfalls die umgehende Einleitung entsprechender Maßnahmen, da davon auszugehen ist, dass die vorhandenen Vermögenswerte bei den Verantwortlichen endlich sein dürften. Darüber hinaus wird bei der Bedienung jeweiliger Ansprüche das sog. Prioritätsprinzip zur Anwendung kommen (ugs.: wer zuerst kommt, mahlt zuerst).

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Adwus Rechtsanwälte wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahre 2015 in Adwus Rechtsanwälte umfirmiert.

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Rechtstipp vom 19.10.2017
aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Strafrecht

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