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Die perfekte Welle – Elektroskateboard in Deutschland

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Mit dem Elektroskateboard, also Skateboards mit Elektroantrieb, unterwegs zu sein, kann viel Spaß machen, jedoch auch leider Ärger einbringen. Sie werden durch Gewichtsverlagerung gesteuert und durch eine Funkfernbedienung oder Mobile-App beschleunigt und gebremst.

In Deutschland ist die Ausgangslage für solche Elektroskateboards im Gegensatz zu den nunmehr zugelassenen Segways oder E-Scooter kompliziert und eine Lösung noch nicht in Sicht. Da man mit so einem Elektroskateboard Geschwindigkeiten von mehr als 6 km/h erreicht, handelt es sich um ein Kleinstfahrzeug, für das eine Zulassung im Straßenverkehr in Deutschland benötigt wird. 

Darüber hinaus müsste das E-Board eine Versicherung haben, da manche Elektroskateboards mehr als 30 oder 50 km/h erreichen.

Ferner wird diskutiert, ob man für die Fahrt mit dem E-Board einen Führerschein benötigt und welches Alter man haben muss. Trotzdem gibt es zahlreiche Ermittlungsverfahren und sogar Verurteilungen zu Geldstrafen bis hin zum Führerscheinentzug. 

Einzig zulässig ist die Fahrt mit einem E-Board auf Privatgelände, jedoch nicht im öffentlichen Straßenbereich. Sollte man mit einem E-Board erwischt werden, drohen Strafen wegen Verletzung verschiedener Straftatbestände, insbesondere ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz könnte vorliegen, da man sich ohne entsprechende Versicherung im Straßenverkehr bewegt oder eine Strafe wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. In anderen Ländern ist die rechtliche Situation etwas besser.

In Österreich werden Elektroskateboards als fahrzeugähnliche Kinderspielzeuge eingestuft, weshalb man dort in verkehrsberuhigten Bereichen auf Gehwegen, Fußgängerzonen und Spiel- und Anwohnerstraßen mit dem Board unterwegs sein kann. Solange es in Deutschland aber keine Regelungen gibt, sollte man vorsichtig sein, sobald man mit dem E-Board im öffentlichen Bereich unterwegs ist. Dieses Risiko sollte sich jeder bewusst machen.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Verkehrsrecht

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