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Die Regelung der Scheidungsfolgen im Ehescheidungsverfahren

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Voraussetzung für den Antrag auf Ehescheidung

Nach Ablauf des Trennungsjahres der Eheleute kann der Antrag auf Ehescheidung beim zuständigen Familiengericht eingereicht werden.

Der Antrag auf Ehescheidung

Bei Vorliegen dieser Voraussetzungen können beide Ehegatten beim zuständigen Familiengericht die Ehescheidung beantragen lassen oder ein Ehegatte stimmt dem Antrag des anderen Ehegatten zu. Ein Antrag auf Ehescheidung muss zwingend von einem Anwalt gestellt werden. Dabei reicht es, wenn der Ehegatte anwaltlich vertreten ist, der den Antrag auf Ehescheidung stellt.

Während des Ehescheidungsverfahrens wird nicht nur die bei Vorliegen der Voraussetzungen die Ehe durch das Familiengericht geschieden, sondern es werden auch die Scheidungsfolgen, z.T. nur auf Antrag, geregelt.

Versorgungsausgleich

In den meisten Fällen beginnt das Ehescheidungsverfahren mit der Vorbereitung des Versorgungsausgleichs. Der Versorgungsausgleich soll sicherstellen, dass beide Ehegatten gleich viel Anwartschaften auf Altersversorgung mit aus der Ehe nehmen.

Dazu werden Auskünfte von den Rentenversicherungen der Ehegatten eingeholt.

Der Versorgungsausgleich kann unter den Eheleuten durch Ehevertrag, Scheidungsfolgenvereinbarung oder notariellen Vertrag ausgeschlossen werden. Für eine derartige Vereinbarung ist die Genehmigung durch das Familiengericht (im Ehescheidungsverfahren) nötig.

Weitere Scheidungsfolgen

Zu den weiteren Scheidungsfolgen, über die bei der Ehescheidung häufig verhandelt wird, gehören:

  • nachehelicher Unterhalt
  • Sorgerecht bzw. Aufenthaltsbestimmungsrecht für gemeinsame Kinder
  • Zugewinnausgleich

Zugewinnausgleich

Der Zugewinnausgleich findet nur auf Antrag einer Partei statt. Der Zugewinnausgleich soll sicherstellen, dass jeder Ehegatte gleich viel Vermögen mit aus der Ehe nimmt. Dabei wird das Anfangs- mit dem Endvermögen der Ehegatten miteinander verglichen.

Rechtsanwalt Frank Weiland


Rechtstipp vom 23.10.2016
aus den Rechtsgebieten Familienrecht, Zivilrecht

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