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Die Schufa – Nachrichtendienst der Kreditinstitute

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Praktisch alle über 18-Jährigen sind bei der Schufa, der „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" erfasst. Täglich fließen Millionen von Informationen über die Kreditwürdigkeit von Bürgern. Nicht alle Einträge führen dazu, dass man keinen Kredit bekommt. Manchmal bekommt man ihn lediglich zu ungünstigeren Konditionen. In der Regel ist ein negativer Schufa-Eintrag aber ein K.O.-Kriterium, auch für die Finanzierung sonstiger Geschäfte, sei es ein Handy-Vertrag oder ein Möbelstück.

Die Infos der Schufa kommen von ihren knapp 5000 Informanten, den Banken, Versicherungen, etc. Auch der Staat trägt zur Informationsbeschaffung bei, vor allem die Amtsgerichte, bei denen Insolvenzverfahren anhängig sind oder bei denen einer eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Die Schufa speichert alles, was für den potentiellen Kreditgeber von Interesse sein kann: Neben Angaben zur Person Girokonten, Kreditkarten, laufende Kredit- oder Leasingverträge. Die Schufa weiß auch, wem der Gerichtsvollzieher schon einmal einen Besuch abgestattet hat.

Aus Datenschutzgründen kommt nur in die Schufa, wer die Schufa-Klausel unterschrieben hat. Die Schufa darf Daten nur weitergeben, wenn der Betroffene eingewilligt hat. Viele Leistungen sind aber nur gegen Vorlage einer Schufa-Auskunft zu haben. Hier sollte man eine sog. Verbraucherauskunft statt der Eigenauskunft anfordern. Denn diese enthält viele Informationen, die mit dem zu tätigenden Geschäft in keinem Zusammenhang stehen und den Geschäftspartner nichts angehen.

Wo so viele Daten verwaltet werden wie bei der Schufa, bleiben Fehler nicht aus. Deshalb sollte man jedes Jahr eine Auskunft einholen, um falsche Eintragungen zeitnah erkennen zu können. Das kann schriftlich gegen Gebühr oder mündlich in einer der Geschäftsstellen erfolgen. Selbstverständlich hat man jederzeit Anspruch auf Auskunft über die eigenen Daten. Falsche Daten können unangenehme Folgen haben. Deshalb sollte man alle Hebel in Bewegung setzen, nicht nur der Schufa, sondern auch dem Informanten gegenüber. Dieser muss für eine etwaige Fehlinformation gerade stehen, sprich Schadensersatz leisten.

Anwaltskanzlei Dr. Zacharias

Volmerstraße 5, 12489 Berlin-Adlershof

Tel.: 6392-4567


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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