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Diesel-Fahrverbot: Wie wenig Bewohner profitieren und wie viele darunter leiden

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Das Fahrverbot für Dieselautos in vielen Großstädten soll für bessere Luft sorgen und das Leben vieler Anwohner nachhaltig verbessern. Vor einigen Wochen ebnete das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Weg für die Kommunen, eigenständig ein Fahrverbot auszusprechen. Für viele Dieselfahrer ein Schock. Wie die Umsetzung in der Realität aussieht und ob das Verbot das Leben tatsächlich verbessert, haben wir recherchiert.

Fahrverbot in Hamburg ab Pfingsten

In der Woche nach Pfingsten gelten auf der Max-Brauer-Allee sowie auf der Stresemannstraße in Hamburg Fahrverbote für die Fahrzeuge, die nicht der Diesel-Euro-Norm 6 entsprechen. Insgesamt profitieren von diesem Verbot nur 272 Anwohner. Tausende jedoch leiden unter diesem Fahrverbot!

Da der 600 m lange Abschnitt der Allee nicht mehr befahren werden darf, muss der Verkehr auf die umliegenden Straßen umgeleitet werden. Besonders auf die Bewohner der Königstraße und der Holstenstraße kommen vermehrter Verkehr, erhöhte Abgase und mehr Lärm zu, da diese Straßen die Ausweichmöglichkeiten sind.

Besonders aberwitzig: 80 Prozent der Behördenfahrzeuge dürfen die Allee durch das Verbot dann nicht mehr passieren, da viele nicht der Euro-6-Norm entsprechen. Politiker und Bürger fordern daher ein Umdenken und Überdenken der geplanten Regelung.

Wie sich die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge entwickeln werden, bleibt somit abzuwarten. Fakt ist: Das Thema Fahrverbot in Städten und Kommunen wird die Bürger Deutschlands weiterhin in Atem halten!


Rechtstipp vom 11.05.2018
aus der Themenwelt Stand der Rechtsprechung und Urteile und dem Rechtsgebiet Verkehrsrecht

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