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Diesel-Nachrüstungen – Zahlen am Ende doch die Kunden? Anwälte berichten im Dieselskandal

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Auf den ersten Blick scheint die Meldung des Spiegel Fahrern von Dieselfahrzeugen Hoffnung zu geben: Hersteller sollen Nachrüstungen für Dieselfahrzeuge anbieten müssen, heißt es in dem Bericht. Doch was nach guter Neuigkeit klingt, wird schon auf den zweiten Blick wieder relativiert: Die Kosten für diesen Umbau sollen nach Spiegel-Informationen nicht die Hersteller alleine tragen, sondern zumindest einen Teil davon an die Kunden weitergeben können. Und die Kosten für eine solche Nachrüstung können schnell an die zehntausend Euro kosten, wie an anderer Stelle berichtet wird. Die Hardware-Nachrüstung sei vergleichbar mit der Umrüstung eines Fahrzeugs von Front- auf Heckantrieb, heißt es dort. Machbar, aber mit enormen Kosten verbunden.

Warum sollten Kunden also überhaupt eine solche Nachrüstung vornehmen lassen? Ein Grund ist, dass die Fahrverbote in vielen deutschen Städten* noch lange nicht erledigt sind. Zwar ist das Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts noch nicht rechtskräftig, da eine sogenannte Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht eingereicht wurde. Damit soll gleich von oberster Stelle geklärt werden, ob das Urteil, das Stuttgart zur Aussprache von Fahrverboten zur Luftreinhaltung verpflichtet hat, richtig war. Stimmt das Bundesverwaltungsgericht dem Urteil zu, kann dies auch Signalwirkung für andere Städte haben, die dann zur Luftreinhaltung Fahrverbote, unter anderem von der Manipulation betroffener Diesel, aussprechen müssen.

„Halter und Fahrer betroffener Fahrzeuge sollten auch wegen dieser Unsicherheit schon jetzt aktiv werden und prüfen, welche Ansprüche sie gegen den Hersteller ihres Fahrzeugs geltend machen können“, rät Rechtsanwältin Anja Appelt, Geschäftsführerin der KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Insbesondere die Marken Volkswagen, Seat, Skoda, Porsche und Audi sowie Mercedes-Benz bieten ihren Besitzern gute Ansatzpunkte, um Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

Diverse Urteile zugunsten geschädigter Pkw-Halter sind bereits gesprochen. Unter www.dieseljoker.de können Sie Ihre Ansprüche aus dem Dieselskandal schnell und unverbindlich berechnen lassen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter:

Diesel-Abgasskandal – so funktioniert der Dieseljoker oder

Diesel-Skandal – Klage gegen Daimler im Abgasskandal von Rechtsanwälten eingereicht

* Fahrverbote sind insbesondere in folgenden Städten im Gespräch: Aachen, Berlin, Bonn, Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Limburg, Mainz, München, Offenbach, Reutlingen, Stuttgart und Wiesbaden


Rechtstipp vom 09.10.2017
aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und den Rechtsgebieten Allgemeines Vertragsrecht, Kaufrecht, Verkehrsrecht

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