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Dieselpaket im Abgasskandal verpufft! Autokonzerne weigern sich!

Rechtstipp vom 04.10.2018
Aktualisiert am 05.10.2018
(4)
Rechtstipp vom 04.10.2018
Aktualisiert am 05.10.2018
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Die Ziele der großen Koalition für das Dieselpaket waren klar gesteckt: Stilllegungen und Fahrverbote sind in deutschen Städten zu verhindern. Zugleich müssen geschädigte Fahrzeugkäufer vor Wertverlusten wegen illegaler Manipulationen der Autohersteller bewahrt werden. Millionen Dieselfahrzeuge sind in Deutschland vom Abgasskandal betroffen. Das für betroffene Käufer im Abgasskandal desaströse Ergebnis vom 02.10.2018:

Die Autoindustrie gewinnt, der Autokäufer und Verbraucher verliert

Dieses Ergebnis verraten nicht nur die Details des Dieselpaketes, sondern auch der Blick auf die steigenden Aktienkurse der Autohersteller direkt nach Verkündung des Diesel-Paketes durch die große Koalition. Geschädigte Dieselkäufer sollten daher rechtzeitig handeln und ihre Rechte durch Klage geltend machen, bevor ihre Ansprüche im Dieselskandal Ende 2018 verjähren! Die Erfolgschancen vor Gericht stehen gut. Durch eine erfolgreiche Klage auf Rückabwicklung bzw. Schadensersatz können geschädigte Dieselkäufer erheblich profitieren im Gegensatz zu den mangelhaften Maßnahmen des Dieselpaketes.

Die Ergebnisse des Dieselpakets im Detail:

1. Autohersteller geben weiterhin weder Geld noch Garantien für Hardware-Umrüstungen

Für Hardware-Nachrüstungen werden die Autohersteller auch weiterhin nicht aufkommen. Zudem möchte niemand für mögliche Hardware-Umrüstungen, z. B. mittels SCR-Katalysatoren, Garantien übernehmen. Ob eine Hardware-Umrüstung überhaupt hinreichend funktioniert, scheint unter den Experten zudem weiterhin unklar. Es bestehen bei Hardware-Nachrüstungen daher nicht nur rechtliche, sondern auch technische Probleme, die durch das Dieselpaket nicht gelöst wurden. Dem Schaden und der großen Verunsicherung betroffener Dieselfahrer kann folglich weiterhin nur durch eine erfolgreiche Klage abgeholfen werden.

2. Nutzlose vermeintliche „Rabatte“ auf den Kauf neuer Fahrzeuge

Einige Autohersteller bieten jetzt sogenannte „Umtauschprämien“ an. Bei den angekündigten Umtauschprämien handelt es sich um Rabattaktionen, allerdings nur auf den ersten Blick, beim Kauf eines neuen Fahrzeugs. Als Preisnachlass sollen Hersteller 3.000 bis 10.000 EUR anbieten. BMW, Daimler, Renault und VW haben bereits zugesagt, mitzumachen. Die Autohersteller erwarten hierdurch steigende Verkaufszahlen und mehr Profit.

Auf den zweiten Blick würden die Autohersteller durch derartige Rabattaktionen jedoch lediglich einen Teil des von ihnen selbst verursachten Schadens ausgleichen, nämlich einen Teil des massiven Wertverlustes beim Altfahrzeug, das vom Abgasskandal betroffen ist. Gleichzeitig würde sich dadurch aber auch der Kaufzeitpunkt eines Neufahrzeugs durch den geschädigten Verbraucher um etliche Jahre nach vorne verschieben, weshalb solche „Rabattaktionen“ kein Entgegenkommen der Autohersteller darstellen, sondern schlicht ein weiterer Versuch noch höheren Profit zu machen. Statt für den illegal verursachten Schaden aufzukommen, würden die Autokonzerne folglich doppelt profitieren und mit enormem Gewinn aus dem Abgasskandal und dem von ihnen begangenen Betrug hervorgehen, auf Kosten des doppelt geschädigten Verbrauchers!

Zudem werden sich viele geschädigte Verbraucher trotz solcher vermeintlicher „Rabattaktionen“ schwertun, nach kurzer Zeit schon wieder ein neues Fahrzeug zu kaufen, da sie es sich schlicht nicht leisten können, erst recht, weil aufgrund des massiven Wertverlustes des Altfahrzeugs nur eine geringe Anzahlung bzw. Inzahlunggabe möglich ist.

Ob durch den Kauf neuer Dieselfahrzeuge die Schadstoffgrenzen in deutschen Städten eingehalten werden, bleibt zudem abzuwarten. Mit Blick auf die rasante technische Weiterentwicklung im Markt für Hybrid- und Elektrofahrzeuge dürften sich die Preise für Dieselfahrzeuge weiter negativ entwickeln.

3. Der erfolgreiche profitable Ausweg aus dem Abgasskandal: Klage

Mittels einer Klage kann im Abgasskandal unter Rückgabe des Altfahrzeugs der gezahlte Kaufpreis zurückerhalten oder ein mangelfreies Neufahrzeug erlangt werden.

In der folgenden Beispielrechnung sind die finanziellen Vorteile einer Klage im Verhältnis zur „Umtauschprämie“ zu erkennen:

Variante 1: Umtauschprämie

  • Kaufzeitpunkt Altfahrzeug: 2010
  • Kaufpreis: 50.000 EUR
  • Wert des manipulierten Altfahrzeugs heute = Inzahlunggabe: 12.000 EUR
  • Gezahlter Kaufpreis Neufahrzeugs inkl. „Umtauschprämie“: 45.000 EUR (statt 55.000 EUR)
  • Ergebnis: Neufahrzeug für 33.000 EUR!

Variante 2: Erfolgreiche Klage auf Neufahrzeug

  • Kaufzeitpunkt Altfahrzeug: 2010
  • Kaufpreis: 50.000 EUR
  • Rückgabe des Altfahrzeugs gegen mangelfreies Neufahrzeugs: 55.000 EUR
  • Ergebnis: Neufahrzeug ohne Zuzahlung

Fazit

Durch eine erfolgreiche Klage sparen Sie im Beispiel 33.000 EUR im Verhältnis zur „Umtauschprämie“ und haben ein mangelfreies Neufahrzeug, das nicht manipuliert ist und positive Schadstoffwerte aufweist! 

Wenn Sie als betroffener Käufer im Abgasskandals Hilfe benötigen, kontaktieren Sie uns jetzt gerne. Ihre Fragen klären wir mit Ihnen gerne bundesweit kostenfrei im Rahmen unserer Erstberatung!


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