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Dieselskandal betrifft mittelbar auch Autofinanzierungen – Umrüsten oder Fahrzeugkauf rückabwickeln?

Rechtstipp vom 09.08.2017
(8)
Rechtstipp vom 09.08.2017
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Dass Fahrzeuge im Wege der Finanzierung angeschafft werden, ist nichts Neues. Autokonzerne geben diese Finanzdienstleistung jedoch selten an fremde Kreditinstitute ab, sondern lassen sie von der konzerneigenen Tochter (z. B. Volkswagen Financial Services AG , im Volksmund: Volkswagen Bank) erbringen. Laut Volkswagen Financial Service existierten zum Jahreswechsel 2016/2017 ca. 1,5 Millionen Verträge mit einem Finanzierungsvolumen von 19,9 Milliarden Euro.

Nach Auskunft des Verbands der Automobilindustrie e.V. sollen ca. 5 Millionen Dieselfahrzeuge umgerüstet werden. Erste Ankündigungen für Diesel-Updates gab es bereits bei den Herstellern Audi, BMW, Porsche und Mercedes Benz. Auch wenn die Hersteller derzeit versichern, dass den Verbrauchern für die Umrüstung keine bis geringe Kosten entstünden, fragen sich einige Fahrzeugbesitzer, ob eine wirtschaftlich günstigere Möglichkeit besteht.

Der Frankfurter Fachanwalt für Bankrecht Benjamin Hasan wird derzeit mit Anfragen von Fahrzeugbesitzern konfrontiert, die darauf hoffen, vom Fahrzeugkauf „zurücktreten“ zu können, indem sie den dem Kaufvertrag zugrundeliegenden Darlehensvertrag widerrufen. Grundsätzlich verhält es sich nämlich so, dass der Widerruf eines verbundenen Verbraucherdarlehensvertrags auch zum Widerruf des finanzierten Kaufvertrags führt. Dies sieht die Regelung des § 358 Abs. 2 BGB vor.

Rechtsanwalt Benjamin Hasan prüft für Sie die Möglichkeit eines Widerrufs des dem Fahrzeugkauf zugrundeliegenden Darlehensvertrags. Der Fachanwalt für Bankrecht hat insbesondere bei Banken, die den Autokonzernen angegliedert sind, vermehrt Fehler in den Widerrufsbelehrungen der dort verwendeten Darlehensverträge entdeckt, die bei sachgerechter Anwendung der Instanzenrechtsprechung und der Rechtsprechung des BGH zur Thematik „Widerrufsbelehrung“ letztlich zu einer Rückabwicklung des gesamten Kaufvertrages führen müssten.


Rechtstipp aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Kaufrecht

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