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Dima24-Ermittlungen: Hartwieg-Geflecht brodelt

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11.12.2014: Das Handelsblatt online berichtet exklusiv über die weiteren dramatischen Entwicklungen um das weitverzweigte Unternehmensgeflecht des ehemaligen Maurers und jetzigen Finanzmaklers Malte Hartwieg. Mittlerweile ermittle die zuständige Münchner Staatsanwaltschaft auch gegen die neuen Eigentümer der Vertriebsplattform Dima 24, Geschäftsführerin Renate Wallauer und den Prokuristen Frank Schumacher. Diese sollen den Anlegern nachteilige Informationen in Verbindung mit den jeweiligen Investments verschwiegen haben. Insgesamt hat der Finanzvertrieb, der mit hohen Renditeversprechungen von 12 % und mehr lockte, nach eigenen Angaben rund 2,3 Milliarden € Anlegergelder eingesammelt.

Mittlerweile stünden mehr als ein Dutzend Personen im Fokus der bereits seit mehreren Monaten laufenden Untersuchungen, der Vorwurf laute auf Kapitalanlagebetrug, wie sich Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch gegenüber dem Handelsblatt äußerte. Mitte Juli diesen Jahres hatte die ermittelnde Behörde eine Reihe von Geschäfts- und Privaträumen Malte Hartwiegs durchsucht und Unterlagen und Materialien beschlagnahmt.

Zwischenzeitlich seien bereits 30 der insgesamt über 100 durch Hartwig gegründeten Firmen insolvent, darunter die Beteiligungsgesellschaften Selfmade Capital 1 bis 6 und NCI New Capital Invest 11, 16 und 19. Das Handelsblatt spricht von einem Mammutverfahren, auch der Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann habe gegenüber dem Handelsblatt geäußert, dass es sich um das weitreichendste und komplexeste seiner bisher insgesamt 600 Insolvenzverfahren handle. Neben Pohlmann versuchen drei weitere Juristen, Licht in das Dickicht der verzweigten Unternehmens- und Anlagestruktur zu bringen, insgesamt drei Insolvenzrichter sind ebenfalls in den Fall eingebunden.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist ständig mit hunderten von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten mandatiert und hat sich insbesondere hinsichtlich der nachdrücklichen und effektiven Geltendmachung und Durchsetzung von bestehenden Ansprüchen eine außerordentliche Expertise erarbeitet. Wir empfehlen betroffenen Anlegern dringlich, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur vorsorglichen Absicherung getätigter Investments zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. Neben Schadensersatzklagen u.a. in Bezug auf die jeweilige Prospektierung dürften hier durchaus auch vorsorgliche Pfändungsarreste gegen die verantwortlich Handelnden in Betracht gezogen werden, wobei hier, wie stets, das sogenannte Prioritätsprinzip zu beachten ist (wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 12.12.2014

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