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DSGVO-Abmahnung durch Rechtsanwalt Sandhage: Kontaktformular ohne Verschlüsselung und SSL-Zertifikat

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DSGVO-Abmahnung der Kanzlei Sandhage aus Berlin für einen Mandanten

Die Abmahner

Rechtsanwalt Gereon Sandhage (Sitz in Berlin) versendet aktuell Abmahnungen namens und in Vollmacht eines Mandanten. Rechtsanwalt Sandhage ist uns für massenhafte Abmahnung durchaus bekannt: Wir haben schon gegen zahlreiche Abmahnungen der Kanzlei Sandhage verteidigt.

Vorwurf

Dem betroffenen Websitebetreiber wird vorgeworfen, auf seiner Website ein Kontaktformular ohne SSL-Verschlüsselung vorzuhalten und somit einen Verstoß gegen Vorschriften der DSGVO zu begehen.

An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass in der Tat jede Website über ein gültiges SSL-Zertifikat verfügen muss. Liegt ein solches Zertifikat vor, werden in der Regel auch die über ein Kontaktformular der jeweiligen Website versendete Daten entsprechend verschlüsselt versendet. Erfolgt eine Übertragung jedoch ohne Verschlüsselung (bspw., weil die Website nicht über ein SSL-Zertifikat verfügt), so liegt ein Datenschutzverstoß vor.

Forderung

In der Abmahnung wird der Betroffene zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert. Weiter wird die Erstattung der entstandenen Rechtsanwaltskosten verlangt. Zudem verlangt Rechtsanwalt Sandhage für seinen Mandanten einen „überschaubaren“ Schadensersatz von 12.500,- Euro.

Unsere Einschätzung

Die von Rechtsanwalt Sandhage geltend gemachten Forderungen ist vorliegend – wie von diesem Abmahner gewohnt – in pauschalen Formulierungen „verpackt“. Weder auf den genauen Sachverhalt wird dezidiert eingegangen, noch wird die angeblich verletzte Vorschrift konkret bezeichnet.

Auch auffällig ist, dass der Mandant des Rechtsanwaltes Sandhage, für den die Abmahnung ausgesprochen wurde, Geschäftsführer einer Gesellschaft ist, für die Rechtsanwalt Sandhage bereits massenhaft Abmahnungen ausgesprochen hat bzw. fortlaufend Abmahnungen ausspricht.

In diesem Kontext ist uns auch bekannt, dass in diesen Verfahren nach Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung nicht selten Vertragsstrafen geltend gemacht worden sind.

Es drängt sich bei der vorliegende DSGVO-Abmahnungswelle aufgrund der Gesamtheit aller Indizien durchaus der Verdacht einer Missbräuchlichkeit der Abmahnungen wegen sachfremder Erwägungen auf. Zumindest muss dieser Aspekt konkret geprüft werden.

Unser Rat

Kommen Sie den Forderungen keinesfalls ohne weitere Überprüfung nach, denn die Unterzeichnung weit gefasster Unterlassungserklärungen kann sehr gefährlich werden! In der Abmahnung muss das monierte Verhalten konkret und eng umschrieben bezeichnet werden. In jedem Fall ist zudem zunächst festzustellen, ob ein derartiger Verstoß überhaupt vorliegt. Weiterhin ist die Frage des Rechtsmissbrauchs zu klären.

Wir helfen ihnen bezüglich dieser Fragen gerne mit einer kostenfreien Ersteinschätzung des Sachverhalts!

Für Ihre Fragen im akuten Fall wie auch bei konkretem Interesse kontaktieren Sie einfach unsere spezielle Sofort-Hilfe-Adresse. Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite und geben Ihnen eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung zu Ihrem Fall. Weitergehende Informationen zu unseren Kontaktmöglichkeiten und unserem Upload-Formular finden Sie auch in unserem Sofort-Hilfe-Portal: www.e-commerce-kanzlei.de/hilfe-anfordern

Ihr Sebastian Günnewig 

Rechtsanwalt und Datenschutzbeauftragter (TÜV)

Unser Service: Kostenfreie & unverbindliche Ersteinschätzung.

Upload-Formular: www.e-commerce-kanzlei.de/hilfe-anfordern

In dringenden Fällen erreichen Sie uns natürlich auch telefonisch. Eine Ersteinschätzung ist unverbindlich und kostenfrei.

Stand der Bearbeitung: 07/2018


Rechtstipp vom 19.07.2018
Aktualisiert am 20.07.2018
aus der Themenwelt Abmahnung und den Rechtsgebieten IT-Recht, Wettbewerbsrecht

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