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Düsseldorfer Tabelle neu ab 1.1.2018 – Kinder stellen sich teilweise schlechter

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Durch die Neueingruppierungen bei den durchschnittlichen Einkünften kann es zukünftig für Unterhaltspflichtige mit einem mtl. Einkommen von netto bis 1900 € zu reduzierten Verpflichtungen gegenüber minderjährigen oder privilegiert volljährigen Kindern kommen.

D. h. unter Umständen: Günstig für Pflichtige, Einbußen bei den unterhaltsberechtigten Kindern.

Betroffen sind automatisch alle diejenigen, die einen sog. dynamisierten Unterhaltstitel (z. B. durch Gerichtsbeschluss oder vollstreckbare Jugendamtsurkunde) haben. Die neuen Zahlbeträge ab 1.1.18 ergeben sich dann direkt aus der neuen Tabelle.

Wer hingegen einen Zahlbetrag tituliert hat (z. B. durch einen Gerichtsbeschluss oder eine vollstreckbare Jugendamtsurkunde) muss anders verfahren:

Der Berechtigte muss nichts tun – er kann abwarten, wie sich der Unterhaltspflichtige verhalten wird. Für diesen gilt:

Der Unterhaltspflichtige muss aktiv werden, wenn er wesentlich weniger (mindestens 10 % weniger) laut der neuen Tabelle bezahlen müsste, d. h. er muss den Unterhaltsberechtigten zunächst über seine berechtigten Abänderungswünsche informieren und falls dieser außergerichtlich (ges. vertr. durch den anderen, betreuenden Elternteil) nicht freiwillig mit der Reduzierung einverstanden ist, bleibt nur der Weg zum Familiengericht.

Aber Achtung: für Unterhaltsverfahren herrscht seit 1.9.2009 Anwaltszwang!

Anwälte informieren aber auch über die Möglichkeiten z. B. Verfahrenskostenhilfe in Anspruch zu nehmen, falls die hierfür notwendigen Voraussetzungen vorliegen.

Jetzt persönlich Info einholen, um Überraschungen zum Jahresanfang zu vermeiden!


Rechtstipp vom 15.11.2017
aus dem Rechtsgebiet Unterhaltsrecht

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            Rechtsanwältin Andrea Michel-Dieterle Rechtsanwältin Andrea Michel-Dieterle

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