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ecoConsort AG – PROSAVUS AG – FutureBusiness KGaA – INFINUS AG

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Mit den Insolvenzen der FutureBusiness KGaA, der Infinus AG und PROSAVUS AG sowie der ecoConsort AG hat sich das tatsächliche Risiko der Genussrechte oder Orderschuldverschreibungen der Infinus-Gruppe für die Anleger leider realisiert. Nach ersten Hochrechnungen der Insolvenzverwalter müssen Anleger mit Verlusten von bis zu 80 % des Nominalkapitals rechnen. Ob darüber hinaus noch mit Nachforderungen der Insolvenzverwalter gerechnet werden muss, bleibt abzuwarten.

Folgende Handlungsschritte empfehlen wir unseren Mandanten:

  1. Insolvenzanmeldung

Da ein Anleger mit der Zeichnung einer Orderschuldverschreibung oder eines Genussrechts dem Insolvenzverwalter bekannt ist, werden Sie in der Regel vom Insolvenzverwalter zur Anmeldung ihrer Ansprüche im Insolvenzverfahren aufgefordert. Die Einschaltung eines Anwalts kann unseres Erachtens nur denjenigen Anlegern empfohlen werden, die rechtsschutzversichert sind, da oftmals die Anwaltskosten die letztendliche Quote aus der Insolvenzmasse übersteigen können.

  1. Rückabwicklungs- oder Schadenersatzansprüche

Aufgrund der geringen Quote aus der Insolvenzmasse gilt es weiterhin zu überprüfen, ob der Zeichnung der Genussrechte und Orderschuldverschreibungen nicht eine Fehlberatung zugrunde lag. Dies wäre immer dann der Fall, wenn Sie im Rahmen der Anlageberatung vom Finanzvermittler nicht vollständig über die Wirkungsweisen und Risiken dieser Produktart hingewiesen wurden. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen war dies insbesondere hinsichtlich des latent bestehenden Insolvenzrisikos dieser Unternehmensgruppe nicht der Fall.

Etwaige Ansprüche würden sich hierbei – entgegen den Aussagen auf den Zeichnungsscheinen – gegen die tatsächlich beratenden Finanzvermittler richten, da laut Auskunft der Geschäftsleitung der Infinus AG die Finanzvermittler nicht als Handelsvertreter, sondern wohl als selbständige Finanzberater tätig geworden sind. D. h., die Schadenersatzansprüche richten sich nicht gegen die ebenso insolvente Infinus AG, sondern gegen die tatsächlich beratenden Vermittler. Es besteht insoweit die Chance, dass etwaige Ansprüche im Nachgang einer Klage auch erfolgreich für die einzelnen Anleger durchgesetzt werden können.

Für etwaige Rückfragen steht Ihnen der seit über 20 Jahren auf diesem Gebiet tätige Fachanwalt Dr. Bertin Pietsch (+49 30 8100 5710) gerne zur Verfügung.

Dr. Bertin Pietsch, Partner

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Bankdirektor a. D.

Mitglied der ARGE Bank- und Kapitalmarktrecht


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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