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Ein nicht seltenes Problem mit Handwerkerleistungen

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Dieses besteht darin, dass einige Zeit, nachdem ein Handwerker auftragsgemäß Arbeiten im Haus des Auftraggebers durchgeführt hatte, ein Mangel auftritt, zunächst aber unklar ist, wer für diesen Mangel verantwortlich ist. Verlangt der Auftraggeber vom Auftragnehmer gleichwohl die Beseitigung des Mangels, darf der Auftragnehmer das nicht deshalb ablehnen, weil ja unklar ist, ob der Mangel auf seine Arbeit zurückzuführen ist.

Der Bundesgerichtshof hat es aber auch in seiner Entscheidung vom 02.09.2010 für unzulässig erklärt, dass der Auftragnehmer seine Tätigkeit davon abhängig macht, dass ihm diese vom Auftraggeber vergütet wird, wenn sich herausstellt, dass er nicht für den Mangel verantwortlich ist. Im Ergebnis bedeutet dies, dass der Auftraggeber nicht erst prüfen muss, wer denn nun verantwortlich ist.

Interessant bleibt die Frage, ob der Auftragnehmer dann einen Anspruch auf Erstattung seiner Aufwendungen hat, wenn seine Überprüfung zu dem - richtigen - Ergebnis kam, dass er nicht für den Mangel verantwortlich ist.


Rechtstipp vom 18.01.2011
aus der Themenwelt Bauabnahme und Baumängel und den Rechtsgebieten Baurecht & Architektenrecht, Werkvertragsrecht

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