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Einkommensteuer: Kosten für das Räumen von Schnee steuerlich absetzbar

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Viele Hauseigentümer und Mieter müssen aufgrund des Wintereinbruchs derzeit früh aufstehen und zur Schneeschaufel greifen. Beauftragen sie jedoch einen Dritten mit den Arbeiten, lassen sich diese Kosten steuerlich absetzen.

Eigentümer, aber auch Mieter, die für die Schneebeseitigung auf privaten oder öffentlichen Wegen zahlen, können die Kosten in der Einkommensteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen ansetzen.

Insgesamt können für solche Dienstleistungen 20 Prozent der Aufwendungen steuerlich berücksichtigt werden – maximal 4.000 Euro pro Jahr.

§ 35a Abs.2 EStG lautet:

(1) ...

(2) Für andere als in Absatz 1 aufgeführte haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse oder für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen, die nicht Dienstleistungen nach Absatz 3 sind, ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf Antrag um 20 Prozent, höchstens 4000 Euro, der Aufwendungen des Steuerpflichtigen (...).

Zahlt der Bürger beispielsweise 600 Euro für das Kehren des Gehwegs vor dem Haus, lassen sich mit dem Steuerbonus bis zu 120 Euro Steuern sparen.

Voraussetzung für den Steuerabzug ist, dass der beauftragte Räumdienst eine Rechnung ausstellt und der Rechnungsbetrag auf das Konto des Dienstleisters überwiesen wird. Allerdings können nur die Arbeits- und Anfahrtskosten des Räumdienstes steuerlich geltend gemacht werden. Materialkosten, wie z.B. die Kosten für Streusalz und Schneeschaufel, können nicht bei der Steuer abgezogen werden.


Rechtstipp vom 19.01.2016
aus dem Rechtsgebiet Steuerrecht

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