Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Elektronische Lohnsteuerkarte für 2013

Rechtstipp vom 04.01.2013
(29)
Elektronische Lohnsteuerkarte für 2013
Statt echter Lohnsteuerkarten werden seit 2011 nur noch Ersatzbescheinigungen ausgestellt.

Die alte Lohnsteuerkarte wird durch die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ersetzt. Das wird 2013 alle Arbeitnehmer betreffen. Es ist bereits der zweite Anlauf.

Während nahezu überall die elektronische Datenverarbeitung vorherrscht, erscheinen die alten Lohnsteuerkarten aus Pappe wie aus einer anderen Zeit. Doch 2013 soll damit endgültig Schluss sein.

Digitale Daten statt Papier

Offiziell heißen sie Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale, kurz ELStAM. Doch „elektronische Lohnsteuerkarte" ist den meisten Menschen schon seit längerem ein Begriff. Immerhin wurde bereits 2011 ein Versuch zur Einführung gestartet. Bereits damals sollte durch das neue Verfahren die Kommunikation zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmer und den Finanzämtern vereinfacht werden.

Heute umfasst ELStAM die elektronische Speicherung und Übermittlung der Daten, die zuvor auf der Vorderseite der alten Lohnsteuerkarte aufgeführt waren. Das sind vor allem Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale. Der Arbeitgeber benötigt von einem neuen Arbeitnehmer nur noch Geburtsdatum und steuerliche Identifikationsnummer, um die notwendigen Daten von der Finanzverwaltung abrufen zu können.

Die Umstellung im Detail

Arbeitnehmer sollten im Rahmen der Umstellung ihre besonderen Eintragungen und Freibeträge beim zuständigen Finanzamt neu beantragen. Eine vollständige Übertragung der Daten von den alten Karten ist nicht gewährleistet. Auch sonst sind Fehler in der Umstellungsphase nicht unwahrscheinlich. Daher sollte jeder seine Lohnsteuerunterlagen 2013 besonders gründlich kontrollieren.

Laut Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist das neue Verfahren ab sofort von allen Arbeitgebern zu nutzen. Zur Entlassung von Wirtschaft und Verwaltung gibt es aber eine Übergangfrist. Solange können Arbeitgeber auch noch nach der letzten Lohnsteuerkarte oder Ersatzbescheinigung abrechnen.

Auch eine schrittweise Einführung innerhalb des Jahres ist für größere Unternehmen möglich. Spätestens mit der Lohnabrechnung für Dezember 2013 ist aber ELStAM zwingend einzusetzen.

Finanzbehörden sind vorbereitet

Tatsächlich ist die rechtliche Grundlage, nämlich das aktuelle Jahressteuergesetz, vom Gesetzgeber bisher nicht abschließend beschlossen. Das BMF hat aber nochmals ausdrücklich klargestellt, dass das neue System auch schon vorher eingesetzt werden kann und soll.

Es ist davon auszugehen, dass nach der erfolgten Einigung im Vermittlungsausschuss die notwendige Neuregelung zeitnah auch vom Gesetzgeber verabschiedet wird. Die Einführung des entsprechend geänderten Einkommensteuergesetzeses (EStG) wird dann rückwirkend zum Jahresbeginn erfolgen.

(ADS)

Foto : ©Fotolia.com/Stefan Thiermayer


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Steuerrecht

Rechtstipps zum Thema

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.