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Eltern dürfen sich nicht am Sparguthaben der Kinder bedienen

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Aufgrund finanzieller Nöte und Sorgen oder auch fehlender Kenntnis bedienen sich Eltern oder ein Elternteil manchmal am Sparkonto der Kinder, um bspw. eine Kinderzimmereinrichtung, Urlaube oder ähnliches zu finanzieren. Dies ist den Eltern jedoch versagt!

Zwar ist es richtig, dass die Eltern die Vermögenssorge für das minderjährige Kind ausüben und damit das Geld verwalten dürfen. Geht also ein Elternteil mit dem Sparbuch zur Bank, wird die Bank den Geldbetrag auch an den Elternteil auszahlen. Das heißt aber nicht, dass der Elternteil damit gleichsam das Recht hat, über diese Mittel nach freiem Belieben zu verfügen. 

Wenn nämlich Sparbücher zu dem Zweck angelegt werden, dass Dritte auf diese Sparbücher einzahlen können, handelt es sich bei derartigen auf den Sparkonten befindlichen Beträgen von vorneherein nicht um eigenes Geld der Einzahler oder der Kindeseltern, sondern es spricht die Annahme für einen Vertrag zu Gunsten Dritter. Hebt dann ein Elternteil bzw. die Eltern Geldbeträge ab, machen sie sich gegenüber den Kindern schadensersatzpflichtig und müssen die Beträge zurückzahlen. Die Ausstattung des Kindes mit Einrichtungs- und Bekleidungsgegenständen haben die Kindeseltern aus eigenen Mitteln im Rahmen ihrer Unterhaltspflicht zu bestreiten. Dafür sind nicht die Mittel der Kinder zu verwenden. 

Weitere Informationen und wichtige Entscheidungen finden Sie auf der Kanzleihomepage.

Maria Mühle, Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Erbrecht, Zertifizierter Verfahrensbeistand Riesa & Dresden


Rechtstipp vom 05.09.2018
aus der Themenwelt Kinder und dem Rechtsgebiet Familienrecht

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