Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle bei (mutwilliger) Selbstverletzung. Hessisches LAG 4 Sa 617/13

Rechtstipp vom 06.12.2013
(15)
Rechtstipp vom 06.12.2013
(15)

Das Hessische Landesarbeitsgericht hatte darüber zu entscheiden, ob ein Gabelstaplerfahrer, der sich über die Anweisung seines Vorgesetzten derartig geärgert hat, dass er u. a. mindestens dreimal mit der Faust auf ein Verkaufsschild schlug und sich dabei die Hand brach, die Erkrankung, die zur Arbeitsunfähigkeit von ca. 6 Wochen geführt hat, vorsätzlich beigebracht hat und somit eine Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers insoweit ausscheidet.

Das Hessische Landesarbeitsgericht kam bei seiner Entscheidung vom 23. Juli 2013 zu dem Ergebnis, dass, da der Verschuldensbegriff im Entgeltfortzahlungsgesetz - anders als im allgemeinen Zivilrecht - lediglich grobe Verstöße gegen eigene Interessen vorsehe, ein solches Verhalten in diesem Fall nicht vorläge, da nicht ersichtlich und erkennbar sei, dass der Arbeitnehmer diese Verletzung habe bewusst herbeiführen wollen.

Der Arbeitgeber war daher zur Entgeltfortzahlung verpflichtet.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Versicherungsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.