Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Erben und vererben will gelernt sein

(22)

Eine neue Studie der Postbank hat festgestellt, dass in Deutschland jedes Jahr fast 200 Mrd. Euro vererbt werden. Sind wir also eine Generation von Erben? Das wohl nicht, denn die Vermögensverhältnisse sind zu unterschiedlich. Wenige vererben viel, aber viele vererben wenig. Dass nichts als Schulden übrig bleibt, ist selten. Am häufigsten werden Geld und Immobilien vererbt.

Aber es gibt auch noch andere erstaunliche Erkenntnisse: 53% der Testamente sind fehlerfrei, 47% sind es also nicht. Also Hände weg von Testamenten? Wenn es kein Testament gibt oder das vorhandene Testament nicht berücksichtigt werden kann, kommt es zur gesetzlichen Erbfolge. Es entstehen Erbengemeinschaften und Erbengemeinschaften sind Anwalts Liebling. Denn noch größer als die Freude über das Geerbte ist der Neid der Erben untereinander.

Liegt ein wirksames Testament vor, wundert man sich häufig über Inhalt und Motivation. Erbschaftssteuer und Pflichtteilsrechte sind nach wie vor die großen Schreckgespenster. Beliebte Gestaltungsvarianten wie das sogenannte Berliner Testament führen ungeahnte Folgen herbei. Für Patchworkverhältnisse (meine Kinder, deine Kinder, unsere Kinder) passen sie gar nicht.

Also ist guter Rat teuer? Der Streit ums Erbe ist jedenfalls die teuerste Variante. Besser ist ein juristisch einwandfreier und individuell abgestimmter „letzter Wille". Ein schlechtes Testament ist noch schlechter als gar keins.

Infos:
Anwaltskanzlei Dr. Zacharias
Volmerstraße 5, 12489 Berlin-Adlershof
Tel.: 6392-4567


Rechtstipp vom 24.02.2012
aus der Themenwelt Erbe und Nachlass und dem Rechtsgebiet Erbrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Dr. Ulrich Zacharias (Anwaltskanzlei Dr. Ulrich Zacharias)